Samstag, 20. Juni 2009

Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Finanzen.

geschrieben von Micha

Die Wachturm-Gesellschaft verurteilt den Reichtum der Religionen, ihr Buhlen um das Wohlwollen der Politik und ihr Streben nach Befreiung von Steuern und Abgaben, ihre nie endenden Spendenaufrufe und die schamlosen offenen oder manipulativen Methoden des Spendensammelns, die Verwendung der Gelder für falsche Zwecke sowie ihre undurchsichtigen Finanzgeschäfte und die mehr profit- als moralorientierten Geldanlagen.


Für sich nimmt sie dagegen in Anspruch, streng dem christlichen Ideal zu folgen und keine Reichtümer anzuhäufen, nur freiwillige und vorbehaltlose Spenden zu nehmen und die ihr anvertrauten Mittel ausschließlich zur Verbreitung der Guten Botschaft zu verwenden.


Dafür erwartet sie rückhaltloses Vertrauen in ihren Umgang mit Geld und Besitz und weist alle Bitten um Einblick in ihre wirtschaftliche Verhältnisse zurück.


Einen solchen Vertrauensvorschuss kann man geben, solange der Vertrauensgegenstand über jeden Zweifel erhaben ist.

Doch gerade diese Grundlage wird durch immer mehr ernstzunehmende Informationen in Frage gestellt.


Anlass gibt beispielsweise der in der PDF-Version dieses Dokumentes ( bei Infolink einzusehen ) abgebildete Rechnungsabschluss der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania vom 31. August 1998.

Demnach wurde das Rechnungsjahr 1997 / 9 mit einem Reinvermögen von über 604 Millionen US-Dollar eröffnet und schloss mit mehr als 705 Millionen US-Dollar.

Bemerkenswerter als die Bilanzsumme selbst ist der Vermögenszuwachs um über 100 Millionen US-Dollar in einem einzigen Jahr.

Ein solches Vermögen ist eindeutig mehr als „das zum Leben Notwendige“ - besonders für eine „non profit corporation“ (gemeinnützige Körperschaft).

Dabei ist das aber nur die Bilanz einer von vielen Rechtspersönlichkeiten der Wachturm-Gesellschaft weltweit.

Die finanzielle Dimension der Organisation ist den Verkündigern unbekannt - in dieser Größenordnung für die meisten wohl auch unerwartet - und daher gewiss ein Grund zum näheren Hinsehen.

Echte Armut verleiht Glaubwürdigkeit.


Der Wachturm, 1. April 1980, Seite 6, Zitat Anfang:
Während seines Amerikabesuchs rief der Papst wohl am eindringlichsten dazu auf, den Materialismus zu verwerfen und mit den Armen zu teilen.

„Wir müssen zu einer einfacheren Lebensweise finden; denn es ist nicht recht, den Lebensstandard der reichen Länder durch die Beanspruchung eines Großteils der Energiereserven und Rohstoffe aufrechtzuerhalten, die im Dienste der gesamten Menschheit stehen sollten.”


Welche Wirkung ist aber zu erwarten, wenn diese Worte von einem Mann ausgesprochen werden, der in königliche Gewänder gekleidet ist, in schnittigen Limousinen fährt und in beträchtlichem Luxus lebt?

Was Bischof Mariano Gaviola, Generalsekretär der philippinischen Bischofskonferenz 1970, sagte, vermittelt einen gewissen Begriff: „Wenn die Bischöfe [wir könnten hinzufügen: und der Papst] Bestechung und Korruption in Regierungskreisen verurteilen und die Verschwendung von Geldern kritisieren, mögen einige Personen sich vielleicht fragen, ob da nicht ,ein Esel den andern Langohr schilt‘.”

Im Jahre 1971 schlug Jose Kardinal Clements, oberster Würdenträger der katholischen Kirche in Bolivien, vor, die Kirche solle sich der Schätze entledigen, die sie im Laufe der Jahrhunderte aufgehäuft habe, und mit dem Geld Wohnungen, Schulen, Straßen und Industrieanlagen finanzieren.
„Echte Armut verleiht der Kirche Autorität und Glaubwürdigkeit”, sagte er.


Wird die Kirche aber auf diesen Vorschlag eingehen? Wird sie ihren Reichtum - wie es der Papst den reichen Nationen riet - mit den Armen teilen? In der Vergangenheit war sie jedenfalls nicht dazu bereit; ob sie es noch tun wird, bleibt abzuwarten.
Die wirklich entscheidende Frage lautet aber nicht: Wird die Kirche praktizieren, was der Papst gepredigt hat? sondern: Wird sie tun, was die Bibel lehrt? Zitat Ende.

Wenn „echte Armut der Kirche Autorität und Glaubwürdigkeit“ verleiht - ist dann im Fall der Watchtower Bible and Tract Society of Pennsylvania angesichts ihres Vermögens von vielen hunderten Millionen US-Dollar diese „echten Armut“ im Gegensatz zu den kritisierten Kirchen zu erkennen?

Wenn es als Negativbeispiel hervorhebenswert ist, dass Kirchen „mehr als 100 Millionen Dollar in allen erdenklichen wirtschaftlichen Unternehmen investiert“ haben - hebt sich dann die folgende Investition der Wachturm-Gesellschaft als positives Beispiel davon ab?


Die U.S. Securities and Exchange Commission dokumentiert die Watchtower Bible and Tract Society of Pennsylvania im Dezember 2002
als Eigentümer eines Anteils von 5,51 % an einem Fonds des J. P. Morgan Mutual Fund Trust.

Dieser Anteil entspricht einem Wert von dreiundneunzig Millionen einhundertneunzehntausend US-Dollar.

Und setzt man dann diese Beträge ins Verhältnis zur Größe der Religionsorganisation - kann dann noch gesagt werden, die Wachturm-Gesellschaft praktiziere - anders als die Kirchen - „echte Armut“ wie sie „die Bibel lehrt“?


Die Finanzen der vielen weltweit existierenden Rechtspersönlichkeiten der Wachturm-Gesellschaft sind dabei noch ebenso wenig berücksichtigt wie das weltweite Immobilienvermögen der Organisation.

Matthäus 8 Vers 20 berichtet:
Jesus aber sagte zu ihm: „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels haben Schlafsitze, der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann.“

Der Immobilienbesitz der Wachturm-Gesellschaft:

Das Immobilienvermögen der Wachturm-Gesellschaft ist beachtlich. Eine Immobilien-Datenbank für den Staat New York dokumentiert für den Eigentümer „Watchtower“ allein in „Brooklyn Heights“ 36 Objekte und bewertet diese und fünf weitere in Walk hill zusammen auf über
204 Millionen US-Dollar.

Diese Wertangaben sind aber absolute Niederstwerte - wie das Beispiel 360 Furman Street zeigt.


Am 29. Mai 2003 gab die Wachturm-Gesellschaft ihre Verkaufsabsicht für das in Brooklyn Heights am Ufer des East River gelegene Gebäude bekannt. Die Immobilien-Datenbank nennt seinen Wert mit knapp
14 Millionen US-Dollar.

Ein Artikel in der New York Daily News gibt Aufschluss über den von der Wachturm-Gesellschaft geforderten Mindestpreis und die Einschätzung von Immobilienspezialisten:


Zitat Anfang
Ein riesiges Hafengebäude im Eigentum von Jehovas Zeugen in Brooklyn Heights könnte bald zur Versteigerung kommen - zu einem geschätzten Preis von 120 Millionen US-Dollar.

Der mögliche Verkauf des Gebäudes mit fast 1-Million-Quadrat-Fuß in 360 Furman Street, ein Bauwerk von dem viele erwarten, dass es in Luxuswohnungen umgewandelt wird, hat die örtlichen Grundstücksmakler aufhorchen lassen.

Etwas 400 oder 500 Eigentumswohnungen könnten Aussicht auf Brooklyn, Manhattan, den Hafen und auf den East River haben.

“Der mögliche Bruttoverkaufspreis als Eigentumswohnungen könnte eine halbe Milliarde Dollar sein,” meinte ein Schätzer, der ungenannt bleiben wollte. “Einige der Apartments werden einen 180-Grad-Ausblick haben,” sagte er.

Solche können für 4 bis 5 Millionen Dollar verkauft werden.

Melinda Magnett, Präsidentin der Brooklyn Corcoran Group, sagte, die niedrige Einstiegspreisforderung von
50 Millionen US-Dollar
würde einen Bieter-Krieg auslösen.


“Für Hafengrundstücke besteht Nachfrage” meinte sie und fügte hinzu, ein Preis von 50 Millionen sei “hypothetisch - tatsächlich werden sie das Gebäude für sehr viel mehr verkaufen.”
Zitat Ende.


Quelle:Daily News, 23. Juni 2003;
Eine andere Zeitung berichtete:

Zitat Anfang
David Semonian, ein Sprecher der Wachturm-Gesellschaft, allgemein als Jehovas Zeugen bekannt, lehnte es ab, den Kaufpreis des Gebäudes zu nennen, sagte aber, der ganze Erlös würde dem „weltweiten Bibelerziehungswerk“ zufließen. Quellen zufolge wurde das Gebäude für 200 Millionen Dollar verkauft.
Zitat Ende.

Quelle:The Brooklyn Paper, 27. April 2004;

Der tatsächliche Wert der Immobilien der Wachturm-Gesellschaft allein in New York City ist also erheblich höher als die vorsichtigen Schätzungen öffentlicher Datenquellen.

Das ist aber nur ein verschwindender Teil des Immobilienvermögens der Organisation.

Hinzu kommen Areale wie das Wachturm Schulungszentrum Patterson, New York, und die Zweigbüros und Kongresseinrichtungen in allen Teilen der Erde.

Als weitere Großprojekte werden konkret ein Wachturm Schulungszentrum in Mililani, Hawaii, und eine viertürmige Wohnanlage mit 14, 16, 18 und 20 Stockwerken in New York geplant.

Auch viele Königreichssäle der weltweit über 95.000 Versammlungen zählen indirekt dazu, denn in Ländern wie Deutschland bestimmt die Mustersatzung der Vereine für deren Auflösung den Übergang des Vermögens an die Wachturm-Gesellschaft.

Wie wird all das finanziert?

Das Watchtower Educational Center in Patterson mit 28 Gebäuden auf 276 Hektar wird auf einen Gesamtwert von über 100 Millionen US-Dollar geschätzt.

Das Beispiel 360 Furman Street, New York, zeigt, dass der Immobilienbestand und seine stillen Reserven eine Wertschöpfungsquelle sind, aus der bei entsprechender strategischer Finanzplanung der Patterson-Komplex vollständig hätte bezahlt werden können.

Freiwillige Arbeit - eine weitere Wertschöpfungsquelle, die je nach dem Arbeitszeitwert eines Wirtschaftsraums gewaltig sein kann - reduziert die Kosten auf den reinen Materialanteil.

In diesem Fall - trotz Verwendung hochwertiger Baustoffe - etwa auf die Hälfte des Gesamtwertes.

Spenden - die dritte Wertschöpfungsquelle - sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Sie unterstützen aber jedes Projekt der Organisation und sind eine zuverlässige und ergiebige Quelle.

So generiert jeder Neubau und jede Erweiterung einer Haupt- oder Zweigeinrichtung, eines Kongress- oder Königreichssaales einen Vermögenszuwachs.

Die maximale Wertschöpfung wird erreicht, wenn man bei Erweiterungs- oder Sanierungsbedarf verkauft und neu baut, statt zu vergrößern oder zu renovieren, denn jeder Verkauf realisiert alle im Objekt gebundenen Werte des Materials,
der freiwilligen Arbeit, der Spenden und eventuelle Wertsteigerungen des Marktes, und jeder Neubau mobilisiert neue freiwillige Arbeit und neue Spenden, die den Kapitaleinsatz der Wachturm-Gesellschaft verringern.

Er verjüngt und modernisiert den Immobilienbestand, erhöht damit dessen Wert und verlängert die durchschnittliche Lebensdauer.

Um diese unerschöpflichen Quellen materieller Mittel zu erschließen, bedarf es wenig - nur des fortwährenden Appells an die Hoffnung und an das Pflichtgefühl. Und das wird intensiv getan:
  1. Wachturm 1970, 1.8., Seite 479: Diese „große Drangsal“
    steht kurz bevor.
  2. Wachturm 1972, 1. 4., Seite 211: Unsere Botschaft ist zuverlässig, und ihre herzerfreuende Erfüllung steht kurz bevor.
  3. Wachturm 1972, 15. 6., Seite 379: Verliere keine Zeit, denn
    in Kürze wird Jehova „an Babylon tun, was ihm gefällt“.
  4. Wachturm 1972, 1. 7., Seite 392: Ja, in Kürze muss die Zeit herbeikommen, da die Nationen wissen müssen, dass wirklich ein „Prophet“ Jehovas unter ihnen gewesen ist.
  5. Wachturm 1972, 1. 9., Seite 539: Sie glauben allerdings der biblischen Lehre, dass Gott in Kürze alle menschlichen Regierungsformen durch die vom Himmel her ausgeübte vollkommene Herrschaft seines Sohnes Christus Jesus ersetzen wird.
  6. Wachturm 1972, 1. 9., Seite 544: Der Schöpfer der Erde hat ein wunderbares Vorhaben für die Erde und für die Menschheit, und die Erfüllung steht nahe bevor.
  7. Erwachet 1973, 8. 7., Seite 30: dass Christen auf Gottes Königreich, das die Probleme des Menschen in Kürze lösen wird, hoffen sollten.
  8. Erwachet 1973, 22. 12., Seite 32: Eine Welt, in der es keinen Krieg mehr gibt, steht nahe bevor!
  9. Wachturm 1974, 15. 7., Seite 428: Das Ende der falschen Religion steht kurz bevor.
  10. Wachturm 1974, 15. 10., Seite 635:
    In Kürze wird die Zahl der Mitglieder der himmlischen Königreichsregierung — die 144 000 Königreichserben — unter ihrem Haupt, Jesus Christus, voll sein.
  11. Wachturm 1974, 15. 10., Seite 636: Welch ein sicherer Beweis für das,
    was in Kürze noch geschehen wird!
  12. Vorsatzbuch 1974, Seite 188: Die lang ersehnte glorreiche Verwirklichung des „ewigen Vorsatzes“, den Gott „in Verbindung mit dem Christus, mit Jesus, unserem Herrn, gefasst hat“, steht kurz bevor.
  13. Wachturm 1975, 15. 1., Seite 43: Jehovas Zeugen hoffen tatsächlich, zu überleben, wenn Gott in Kürze dem gegenwärtigen System der Dinge ein Ende bereiten wird.
  14. Wachturm 1975, 1. 3., Seite 139: wenn Gottes Regierung in Kürze
    ‘alle diese Regierungen zermalmen und ihnen ein Ende bereiten wird’.
  15. Wachturm 1975, 1. 3., Seite 139: Die Befreiung steht nahe bevor.
  16. Wachturm 1975, 15. 5., Seite 320: In dem Buch Gottes „ewiger Vorsatz“ jetzt zum Wohl des Menschen glorreich verwirklicht wird gezeigt, wie dies in Kürze geschehen wird.
  17. Erwachet 1975, 22. 5., Seite 9: Da das gegenwärtige Weltsystem
    in Kürze vernichtet wird, ermahnt uns die Bibel:
  18. Erwachet 1975, 8. 6., Seite 16: Dies wird nur eine der vielen Segnungen des Königreiches Gottes unter der Herrschaft Jesu Christi sein, der in Kürze seine tausendjährige Friedensherrschaft antreten wird.
  19. Wachturm 1976, 1. 6., Seite 337: Dann wird er, wenn er nun
    in Kürze allem Bösen unter den Menschen ein Ende machen wird, nicht auch unserem Leben ein Ende machen.
  20. Botschaftsbuch 1976, Seite 5: Das werden wir besonders dann verstehen und schätzen, wenn Jehova in Kürze einschreitet, um die heutige Welt gottloser Menschen zu vernichten.
  21. Botschaftsbuch 1976, Seite 147: „Das Ende“ - die „große Drangsal“ - ist daher in Kürze zu erwarten.
  22. Wachturm 1977, 1. 7., Seite 388: Diese neue Ordnung steht kurz bevor.
  23. Wachturm 1977, 15. 8., Seite 504: Die Zeit, die Jehova dafür vorgesehen hat, dass „Fremde, die Tyrannen der Nationen“, die Axt an das „gegenwärtige böse System“ legen, steht kurz bevor.
  24. Weltregierungsbuch 1977, Seite 60: Aus diesem gewichtigen Grund ist zu erwarten, dass das schon so lange bestehende symbolische Standbild der Weltmächte in Kürze beseitigt wird.
  25. Wachturm 1980, 1. 7., Seite 23: Früher konnten Christen dem, was wir in Kürze verwirklicht sehen werden, nur entgegenblicken.
  26. Wachturm 1980, 1. 10., Seite 15: Wer also an die Unbesiegbarkeit des Weltreiches der falschen Religion glaubt und dessen Sturz nicht
    in Kürze erwartet, wird unsanft aus seiner Gleichgültigkeit aufgerüttelt werden müssen.
  27. Wachturm 1980, 15. 11., Seite 18 und 19: In Kürze wird ein Sturm losbrechen, auf den eine Vision hindeutet, die der Apostel Johannes mit den Worten beschrieb
  28. Wachturm 1981; 15. 8., Seite 10: Der Gerichtstag Gottes steht nahe bevor.
  29. Wachturm 1981; 1. 6., Seite 10: Wenn er in Kürze Rache üben wird, wird er unsere Erde von Korruption befreien und es so der befreiten Menschheit ermöglichen, zur Vollkommenheit zu gelangen.
  30. Wachturm 1981; 15. 8., Seite 27: ...der „Stein“, der aus dem „Berg“, der universellen Souveränität Jehovas, ausgehauen wird —, wird in Kürze an die Füße des schrecklichen Bildes schlagen.
  31. Erwachet 1982; 22. 10., Seite 11: Ja, eine Welt ohne Gewalttätigkeit
    steht nahe bevor.
  32. Wahrheitsbuch 1982; Seite 10: Wie ermutigend ist es, zu wissen, dass wir in Kürze erleben werden, wie alles Unglück in dieser Welt verschwindet!
  33. Wahrheitsbuch 1982; Seite 97: Dieses Predigtwerk wird
    in Kürze zu Ende gehen.
  34. Wahrheitsbuch 1982; Seite 99: Er wird Satan zermalmen, und zwar
    in Kürze.
  35. Unser Königreichsdienst, September 1999, Seite 6: Zitat Anfang.
    "Freuen wir uns nicht von Herzen über die Mehrung. Welch ein Vorrecht wir doch haben, ein wenig zum geistigen Wachstum anderer beizutragen. Unsere Bereitschaft, zur Deckung der Baukosten beizutragen, führt zu „einem Ausgleich“ an materiellen Dingen, wodurch alle das mit dem Geben verbundene Glück erleben können
    und die Freude, zu sehen, dass sich die wahre Anbetung weltweit ausdehnt. " Zitat Ende.
  36. Unser Königreichsdienst, Juni 2000, Seite 1: Zitat Anfang.
    "Sollte die Liebe, die uns erwiesen worden ist, uns nicht drängen, uns als dankbar zu erweisen und gegenüber unseren Mitmenschen freigiebig zu sein? Was können wir teilen? Es ist nur recht, unseren Besitz so zu verwenden, dass es in Gottes Augen wohlgefällig ist. Sicherlich wollen wir das weltweite Königreichswerk in materieller und in geistiger Hinsicht unterstützten. Dadurch, dass wir unsere Zeit und unsere Mittel jeden Monat im Predigt- und Lehrwerk einsetzen, können wir diesen geistigen Schatz möglicherweise mit anderen teilen; und das führt dazu, dass sie ewiges Leben erlangen. Wenn wir das Königreichswerk materiell unterstützen, zeigen wir, dass wir wirklich freigebig sind und bereit zu teilen." Zitat Ende.
  37. Unser Königreichsdienst, September 2002, Seiten 3 und 4: Zitat Anfang. „Seit der Einrichtung des Königreichssaalbaufonds im Jahre 1983 haben die Brüder großzügig dafür gespendet, wodurch Kredite für den Bau von Königreichssälen gewährt werden konnten. Mittlerweile sind etwa 2700 Versammlungen in diesem Land Mittel aus dem Fonds zugute gekommen. Jetzt ist es dringend notwendig,
    mit einem Teil der gespendeten Mittel Kredite an Versammlungen in wirtschaftlich schwachen Ländern zu geben. Die weitere Unterstützung des Baufonds - in den Ländern, wo es einen gibt -, wird von der Gesellschaft und den Versammlungen, die Mittel aus diesem Fonds erhalten, sehr geschätzt.“ Zitat Ende.


Der Nutzen der Königreichssaalbaufonds:


Mit den „Königreichssaalbaufonds“ unterstützen die Wachturm-Gesellschaft und ihre Zweigbüros weltweit die Versammlungen finanziell bei der Schaffung eigener Säle.

Die Versammlungen gewinnen dadurch Mietfreiheit und eine gewisse Unabhängigkeit. Die Wachturm-Gesellschaft profitiert aber erheblich mehr:


Die Wachturm-Gesellschaft stellt die Mittel des Baufonds nicht aus ihrem Vermögen zur Verfügung sondern aus Spenden, die zusätzlich zu geben „ermuntert“ wird.


Der Wachturm-Gesellschaft entstehen beim Bau der Säle keine Kosten.

Sie werden durch freiwillige Arbeit und Spenden finanziert.


Die Wachturm-Gesellschaft hat indirekt das Eigentum an allen Königreichssälen.

Sie sind (in Deutschland) Vereinsvermögen, das laut Mustersatzung bei dessen Auflösung an die Organisation fällt. Baufonds-Kredite müssen aber trotzdem zurückgezahlt werden.


Die Säle werden ohne Aufwand für die Wachturm-Gesellschaft betrieben und erhalten.


Die Spenden fließen gewöhnlich auch nach dem Bau weiter - nun aber nicht mehr für Miete an Außenstehende sondern als Überschüsse an die Wachturm-Gesellschaft.


Werden die Baufonds nicht mehr benötigt und aufgelöst, fallen die Gelder ins Vermögen der Wachturm-Gesellschaft.


Im Rechnungsjahr 1996 / 97 sind dem Königreichssaalbaufonds 3,9 Millionen Dollar zu- und 2,4 Millionen Dollar abgeflossen.

Spenden und Rückzahlungen waren also größer als die Auszahlungen.

Bedarf es also wirklich „weiterer Unterstützung des Baufonds“?


Im gleichen Jahr flossen der Watchtower Bible and Tract Society of Pennsylvania 54,7 Millionen Dollar „normale“ Spenden und 20,5 Millionen Dollar Zinsen zu.

Das Nettovermögen betrug über 575 Millionen Dollar. Diese Zahlen sind aus dem abgebildeten Finanz-Report ersichtlich.

Sind also die Mittel tatsächlich „begrenzt“?


Die Wachturm-Gesellschaft hat ein gewaltiges Vermögen, das zudem schnell wächst.

Doch obwohl „sehr dringender Bedarf“ besteht, ist dieses Finanzpolster dafür tabu.

Der ‚„Ausgleich“ an materiellen Dingen‘ und die Wertschätzung für „das mit dem Geben verbundene Glück“ ist ganz offensichtlich das Vorrecht „der anderen“. Vor diesem Hintergrund erhalten die Appelle an Solidarität und Freigebigkeit ein ganz anderes Gesicht.


Jesus mahnt in Markus 7 Vers 10 bis 13: Moses hat zum Beispiel gesagt: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘ und: ‚Wer Vater oder Mutter beschimpft, soll im Tod enden.‘ Ihr aber sagt: ‚Wenn ein Mensch zu seinem Vater oder seiner Mutter spricht: „Was immer ich habe, wodurch ich dir nützen könnte, ist Korban (das heißt eine Gott gewidmete Gabe)” ‘ - so lasst ihr ihn für seinen Vater oder seine Mutter gar nichts mehr tun, und so macht ihr das Wort Gottes durch eure Überlieferung ungültig, die ihr übermittelt habt. Und vieles, was diesem ähnlich ist, tut ihr.”


Beteiligung an Rüstungsindustrie:


Eine unbemannte Aufklärungsdrohne mit der Einsatzbezeichnung Silver Fox wurde von den US-Streitkräften im zweiten Irak-Krieg mit großem Erfolg getestet.

Der Antrieb des Fluggerätes ist ein Hochtechnologie-Dieselmotor, basierend auf einer Technologie der amerikanischen Rand Cam Engine Corporation und gebaut in Lizenz der REGI U.S. - einem Unternehmen desselben Konzerns.


Das bemerkenswerte daran: Die Wachturm-Gesellschaft ist seit Jahren an diesem Unternehmensverbund beteiligt!


Die amerikanische Börsenaufsicht SEC stellt wichtige Informationen börsennotierter Unternehmen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Der Jahresbericht der REGI U.S. über das am 30. April 2002 endende Rechnungsjahr aus der SEC-Datenbank erläutert detailliert die rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge:


Die Wachturm-Gesellschaft besitzt 50 % der Anteile an der Rand Cam Engine Corporation. Der Rand Cam Engine Corporation gehören 49 % der Rand Energy Group und dieser wiederum 45 % der REGI U.S.
Quelle: SEC.


Die Rand Cam Engine Corporation hat eine Motortechnologie nach dem Rotationsprinzip entwickelt, die bei gleicher Größe aber halbem Gewicht das Doppelte bis dreifache konventioneller Motoren leistet.

Sie zeichnet sich dabei durch wesentlich geringere Vibration und Lärmemission aus. Die Zahl der beweglichen Teile ist minimal und reduziert die Anschaffungs- und Wartungskosten erheblich. Der Treibstoffverbrauch ist deutlich geringer und erlaubt größere Reichweiten oder Nutzlasten.


Meilensteine des Konzerns in der militärischen Nutzung dieser Technologie:
11. Mai 1994: REG Technologies Inc tritt in ein Konsortium mit Hercules Aerospace Company zur Weiterentwicklung der Dieselversion der Rand Cam Engine für militärische und zivile Anwendungen.

Das jährliche Marktpotential für Dieselmotoren in Nordamerika beträgt 20 Milliarden US-Dollar.

REG Technologies beabsichtigt im Rahmen seiner Überlegungen zur Entwicklung und Vermarktung des Rand Cam Dieselmotors Hercules Aerospace für Anwendungen des Verteidigungsministeriums zu lizenzieren.
4. April 1995 : Hercules Aerospace fusioniert mit Alliant TechSystems Inc die nun die Zeichnungen für den Rand Cam Dieselmotor vervollständigt. [Anmerkung: Alliant produziert für die Bereiche Raumfahrt und Verteidigung ein breites Spektrum von Antrieben, Waffensystemen und Munition.]
Quelle: REG Technologies President‘s Report 1995;


6. Dezember 2001: Die U.S. Navy schließt mit Advanced Ceramics Research Inc und REGI U.S. den Vertrag N00014-01-M-0208 im Wert von 850.000 US-Dollar für Bau und Test eines 0,5 PS Keramikmotors zum Antrieb des unbemannten Fluggeräts Smart Warfighter Array of Reconfigurable Modules .
Quelle:Department of Defense Resource Center.

27. Mai 2003: REGI U.S. gibt Advanced Ceramics Research und Radian Milparts das Recht zur Produktion von Dieselmotoren über 10 PS auf Basis der Rand Cam Technologie in den USA für den Einsatz in den unbemannten Aufklärungsdrohnen der U.S. Navy einschließlich des nicht-exklusiven Rechts zu deren weltweiten Verkauf. ... Radian Milparts (REGI Lizenznehmer) plant gegenwärtig Tests für einen 42 PS Dieselmotor beim Naval Air System Command zum Einsatz in unbemannten Trägersystemen. [Anmerkung: Radian ist Schlüsselpartner des US-Verteidigungsministeriums für technische und logistische Integrationsdienste bei komplexen Herstellungsprozessen.]
Quelle:REGI U.S. President’s Report 2003.


Laut Pressemitteilung der U.S. Navy vom 8. April 2003 erhält Smart Warfighter Array of Reconfigurable Modules den Einsatznamen Silver Fox.
Quelle:Military Periscope.


Was lehrt die Wachturm-Gesellschaft über ethisch fragwürdige Geschäfte?
Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! Seite 264;

Zitat Anfang.
"War Jesus in fragwürdige Geschäftspraktiken seiner Zeit verwickelt? Nein. Er besaß nicht einmal ein Haus, denn er hatte „keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen“ konnte.
Ein reicher junger Vorsteher erhielt von Jesus den Rat: „Verkauf alles, was du hast, und verteil es an Arme, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben; und komm, folge mir nach!“
Die babylonische Religion dagegen hat häufig anstößige Verbindungen mit dem Big Business.
1987 berichtete zum Beispiel die Albany Times Union, der Finanzverwalter des Erzbistums Miami (Florida, USA) habe zugegeben, dass die Kirche Aktien von Firmen besitzt, die Kernwaffen produzieren, von Firmen, die Filme drehen, die für Personen unter 17 Jahren nicht zugelassen sind, sowie von Zigarettenfirmen." Zitat Ende.


Erwachet! 8. April 1962, Seite 23; Zitat Anfang.
"So wie der Christ selbst entscheiden muss, wie er sich den Lebensunterhalt verdienen will, so muss er auch selbst entscheiden, wie er sein Geld anlegen will. Legt er es in Aktien an, so sollte ihn deswegen niemand kritisieren. Natürlich sollte er sorgfältig erwägen, was für Aktien oder Schuldverschreibungen er kaufen will.
Wenn er weiß, dass eine Gesellschaft nur Waren herstellt, die einem unrechten Zweck dienen, wäre es nicht richtig, gegen sein Gewissen zu handeln und Aktien dieser Gesellschaft zu kaufen. " Zitat Ende.


Erwachet! 8. Oktober 2000, Seite 27; Zitat Anfang.
Interessiert sich der Anleger für den Hintergrund einer Firma, kann er sich zudem dagegen absichern, mit seinem Geld ein moralisch verwerfliches Unternehmen zu unterstützen. " Zitat Ende.


Der Wachturm, 15. Januar 1973, Seite 50; Zitat Anfang.
Ein weiteres Gebiet, auf dem wir uns ‘dem Gewissen anderer empfehlen’ sollten, ist die Ehrlichkeit. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden einige bekannte amerikanische Kirchen öffentlich kritisiert, weil sie - obwohl angeblich für den Frieden - mit großen Summen an der Rüstungsindustrie beteiligt sind. ‘Empfiehlt sich ein Christ dem Gewissen anderer’, wenn er einerseits eine bestimmte Handlungsweise als den biblischen Grundsätzen zuwiderlaufend verurteilt, während er andererseits einer Erwerbstätigkeit nachgeht, die vorwiegend und hauptsächlich der Unterstützung und Förderung dieser Handlungsweise dient? Wird man ihn ernst nehmen, wenn er für andere Grundsätze des Wortes Gottes und für dessen Verheißung einer neuen gerechten Ordnung eintritt?" Zitat Ende.


Der Wachturm, 15. Dezember 1982, Seite 30 und 31; Zitat Anfang.
"Eine andere christliche Pflicht besteht darin, auf Personen mit einem schwachen Gewissen Rücksicht zu nehmen und bereitwillig auf erlaubte Dinge zu verzichten, um diese Personen nicht zum Straucheln zu bringen.
Wenn wir auf diese Weise die Schwachheiten derer tragen, die nicht stark sind, und uns nicht selbst gefallen, ahmen wir das Beispiel Christi nach. Wir fördern auch den Frieden und die Einheit (Römer 14:1 bis 15:16). "
Zitat Ende.


Auf Nachfrage gibt die Wachturm-Gesellschaft folgende Auskunft:
Zitat Anfang. ".Als wir uns eingehend mit diesen Fragen beschäftigt haben, nachdem sie erstmals gestellt wurden, haben wir festgestellt,
dass keine der von der leitenden Körperschaft zur Förderung der Königreichsinteressen benutzten rechtlichen Gesellschaften Anteilseigner an der „Rand Cam Corporation“ oder einer mit ihr verbundenen Firma ist,
die etwas mit der Erfindung und Entwicklung des fraglichen Dieselmotors zu tun hat. Tatsächlich ist es so, dass zwei Brüder, die ursprünglich mit der Erfindung und Entwicklung des Motors befasst waren, vor Jahren eine private Vereinbarung getroffen haben (über die wir nicht unterrichtet wurden), einen Teil vom Unternehmensgewinn der Wachturm Gesellschaft für das weltweite Predigtwerk zu schenken. Deshalb war es im Hinblick auf die Umstände erforderlich, dass sie die Eigentumsrechte und die Rechte an der Entwicklung des Motors auf eine nicht von ihnen kontrollierte Holding-Gesellschaft übertrugen. Die Wachturm-Gesellschaft wurde von der Holding-Firma in ihren veröffentlichten Informationen
fälschlicherweise als Aktionär aufgeführt und dieser Irrtum wurde jetzt korrigiert.
Somit sind diese Behauptungen völlig falsch. Darüber hinaus hat die Wachturm-Gesellschaft keinerlei Spenden erhalten, die sich aufgrund der ursprünglichen privaten Vereinbarung der beiden Brüder ergeben hätten."
Zitat Ende.

Quelle: Brief der Christian Congregation of Jehovah‘s Witnesses, 11. September 2002;


Die Wachturm-Gesellschaft dementiert und bestätigt zugleich.

Erklärt diese Antwort den Sachverhalt zufrieden stellend?
Über die bestehende Konzernverbindung ist die Wachturm-Gesellschaft eindeutig auch an der REGI U.S. beteiligt und damit auch moralisch für deren Geschäfte im Obligo.


Die REGI U.S. ist börsennotiert und unterliegt damit den strengen Informationspflichten der amerikanischen Börsenaufsicht SEC.

Die SEC-Datenbank bezeugt mit vielen Dokumenten, dass die REGI U.S. ihre Pflicht auch zuverlässig erfüllte.

Es ist daher unwahrscheinlich, dass die Wachturm-Gesellschaft jahrelang nichts von ihrem „Eigentum“ wusste.


Die Wachturm-Gesellschaft lässt völlig offen, wie „dieser Irrtum jetzt korrigiert“ wurde.

Gewöhnlich sehr aktuelle Finanz-Foren wie 10k Wizard weisen sie noch am 16. August 2002 als Anteilseigner aus.

Im Jahresbericht der REGI U.S. über das am 30. April 2003 endende Rechnungsjahr bleibt sie - im Gegensatz zum Bericht 2002 - unerwähnt.
Warum antwortet die Wachturm-Gesellschaft so ausweichend?

Und entscheidender noch: hat sie auf den Vorteil verzichtet?

So, wie sie ja lehrt, sogar „bereitwillig auf erlaubte Dinge“ zu verzichten, oder hat sie der Sache nur ein „besseres Gesicht“ verliehen?


Die ungenaue Antwort lässt die entscheidende Frage unbeantwortet und zeugt von geringem Interesse am „schwachen Gewissen“ anderer.


Beteiligung an Versicherungen.


Im US-Bundesstaat Wisconsin lizenziert und überwacht das Office of the Commissioner of Insurance das Versicherungsgeschäft.

Es führt eine öffentliche Datenbank mit dem Verzeichnis der lizenzierten Versicherer und der auf sie eingetragenen Agenten.

Unter dem Suchbegriff „Watchtower“ findet man darin folgende Daten:


Watchtower Bible and Tract Society of New York Inc.
25 COLUMBIA HIGHTS
BROOKLYN NY 11201-2483
Phone (718) 560-5000
State of Domicile: NY


Registrierter Agent für:
Wachtower Bible and Tract Society of New York Inc.
GERALD WIEDERHOLT
2812 LYMAN LN
MADISON WI 53711


Im US-Bundesstaat Iowa überwacht die Iowa Insurance Division das Versicherungsgeschäft. In ihrer Datenbank findet sich unter dem Suchbegriff „Watchtower“ der Eintrag:


Charitable Gift Annuity Registrants
Wachttower Bible & Tract Society of New York, Inc. (Watchtower
Society)


Aus welchem Grund auch immer die Wachturm-Gesellschaft als Versicherungsunternehmen registriert und als Wohltätigkeitsorganisation gespeichert ist - diese Tatsachen sind ein weiteres Indiz, dass sie selbst durchaus nicht den Abstand zur Geschäftswelt hat, den sie bei anderen bemängelt.


Erwachet, 22. Mai 1970, Seiten 16 bis 19; Zitat Anfang.
Wie zu erwarten ist, hat der Vatikan das Versicherungswesen nicht außer Acht gelassen.
Zwei bedeutende Versicherungsgesellschaften sind im Besitz des Vatikans. Außer diesen beiden stehen noch neun weitere Versicherungsgesellschaften mit dem Vatikan in Verbindung." Zitat Ende.


Wie Spenden verwendet werden:


Am 5. Mai 2003 erschien in mindestens vier große schwedische Tageszeitungen (Expressen, Göteborgsposten, Svenska Dagbladet und Kvällsposten) eine Gegendarstellung des schwedischen Zweigbüros zu einem Fernsehreport vom 8. April 2003 über Kindesmissbrauch unter Zeugen Jehovas.


Die Argumentation war überaus einseitig und entstellte so viele entscheidende Zusammenhänge, dass sie eine Klarstellung durch die Fernsehredaktion geradezu herausforderte.

Diese erfolgte postwendend und verstärkte nur noch den negativen Eindruck in der aufmerksam gewordenen Öffentlichkeit.


Jede dieser Anzeigen kostete mehrere tausend Euro.


Der Wachturm, 15. August 1994, S. 11-13
Außerdem werden in Ländern wie den Vereinigten Staaten und Kanada die Kirchenkassen geleert durch die hohen Ausgaben in Verbindung mit Prozessen und Urteilen gegen Geistliche, die Schändliches mit Kindern und mit Erwachsenen getrieben haben. (Matthäus 23 Vers 1 bis 3).


Am 5. Juli 1998 setzte die Wachturm-Gesellschaft einen ganzseitigen offenen Brief an den französischen Präsidenten Jacques Chirac in die New York Times. Darin wurde der französischen Steuerbehörde Diskriminierung und Menschenrechtsverletzung vorgeworfen, weil sie die Association Cultuelle des Témoins de Jéhovah mit einer hohen Steuernachforderung belegte.

Das Original dieser Anzeige ist in der PDF-Version einsehbar.


Die Argumente wurden weder im Inhalt noch im Stil der tatsächlichen Sachlage gerecht und provozierten den französischen Staat nur.

Wie zu erwarten war, endeten die Bemühungen in einer Niederlage:

Am 28. Februar 2002 bestätigte das Appellationsgericht in Versailles in letzter Instanz die Rechtmäßigkeit der Steuerforderung.


Eine solche Anzeige kostet über einhunderttausend US-Dollar.


Unser Königreichsdienst, Mai 2003, Seite 3; Zitat Anfang.
Ist es erlaubt, Cäsar Kopfsteuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir zahlen, oder sollen wir nicht zahlen?“ Er durchschaute ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: „Warum stellt ihr mich auf die Probe? Bringt mir einen Denar, damit ich ihn anschaue. Sie brachten einen. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift ist dies?“ Sie sprachen zu ihm: „Cäsars.“ Da sagte Jesus: „Zahlt Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.“ Und sie begannen sich über ihn zu verwundern. Markus 12 Verse 15 bis17;
Wie erfreulich, zu wissen, dass die Spenden der weltweiten Bruderschaft in hervorragender Weise verwendet werden!" Zitat Ende.


Spendengeld für Umweltsünden
James Pellechia, Leiter des Public Affairs Office der Watchtower Bible and Tract Society of New York, besuchte am 13. Oktober 1997 das Zweigbüro in Selters. In seinem Bericht, den er dort gab und der von einem Mitarbeiter aufgezeichnet wurde, heißt es auszugsweise:


Zitat Anfang. "Die Wachturm-Gesellschaft wurde im Mai dieses Jahres als eines von zwanzig Unternehmen ausgewählt, die sich als beispielhaft für den Umweltschutz erwiesen haben. Die Chinese National Protection Agency hatte Besuche von Unternehmen in den Vereinigten Staaten vereinbart, die ihnen bei der Lösung von Umweltproblemen helfen sollten.
Jehovas Zeugen konnten dabei ein umweltbewusstes und gesetzestreues Bild von sich abgeben. Sinn der Aktion war es, ein größeres Maß an Transparenz und Offenheit zu demonstrieren, um Missverständnisse und Ängste über Zeugen Jehovas abzubauen. Das Thema Umweltschutz vermittelte einen positiven Eindruck von unseren Umweltaktivitäten in Verbindung mit unserer Bautätigkeit und der Bewirtschaftung unserer Einrichtungen. Wir legten dar, dass wir 21 Druckereien besitzen, die zum Umweltschutz beitragen. Dabei wollten den Umweltverantwortlichen und Regierungsbeamten vor allem zwei wichtige Punkte bewusst werden lassen: Der eine ist, dass wir Artikel zum Thema Umwelt publizieren.
In den letzten drei Jahren haben wir 80 Artikel zu Umweltthemen herausgegeben.
Wenn ihnen also unsere Informationen oder Zeitschriften gefallen, könnte dies auch für die Massen in China von Vorteil sein. Der zweite Punkt ist,
dass unsere Druckereien Beispiele sind, aus denen sie lernen können, was den Umweltschutz angeht.
Als zum Beispiel einige Beamten sagten: „Wir werden auch Japan besuchen“, antworteten wir: „Wir haben auch in Japan eine Fabrik“. Als sie sagten: „Wir werden Finnland besuchen“, sagten wir, „Wir haben auch in Finnland eine Fabrik“ und wenn sie sagten: „Wir werden Australien besuchen“, konterten wir: „Wir haben auch in Australien eine Fabrik“. Auch als sie Länder wie Großbritannien und Deutschland erwähnten, sagten wir: „Wir haben auch dort Fabriken.“
Bruder Henschel hatte die Gelegenheit, als Präsident der Watch Tower Society eine Erklärung abzugeben, in der er sagte, dass wir uns als Organisation verpflichtet fühlen, die Umwelt zu schützen.
Die Broschüre wurde zusammen mit aktuellen Ausgaben des Magazins Erwachet!, in denen ebenfalls Umweltthemen angesprochen wurden, unterschiedlichen Regierungsbeamten überreicht, während wir 4 Städte besuchten. " Zitat Ende.


Im Rahmen des Freedom of Information Law geben US-Behörden umfassend Auskunft zu Sachverhalten, die gewöhnlich unter die Amtsverschwiegenheit fallen.


Auf dieser Grundlage liefert das New York State Department of Environmental Conservation, im folgenden DEC, auf Anfrage unter dem Aktenzeichen 3-19990826-43 eine ausführliche Text- und Bilddokumentation über einen Fall von Umweltschädigung:


Verursacher war die Watchtower Bible & Tract Society of New York, Inc.
Die Behörde verhängte ein Bußgeld von fünfzigtausend US-Dollar; davon wurden dreißigtausend US-Dollar tatsächlich bezahlt.
Die PDF-Version dieses Artikels zeigt auch die Bilddokumente, die die Umweltverschmutzung belegen.


Das DEC schreibt an die Wachturm-Gesellschaft:


Zitat (auszugweise) Anfang.
Im Fall der vorgebrachten Verletzung der Artikel 23 und 27 des Environmental Conservation Law : Watchtower Bible & Tract Society of New York, Inc. Aktenzeichen 3-19990826-43
5. Bei einer Ortsbesichtigung am 31. Juli 1999 stellte das DEC fest, dass
(a) die Beklagte einen ausgewiesenen Bewässerungsteich mit Bau- und Abriss-Schutt - darunter Holzabschnitte, Isoliermaterial, Betonreste und Gärtnerabfall - gefüllt hat, und (b) die Beklagte die erforderliche Qualität im Bereich des Bewässerungsteichs, wie in Nr. 3 der Sonderbedingungen ihrer Nutzungserlaubnis zur Urbarmachung von Schürfgelände Nr. 3063-32-0227 (DEC-Genehmigung 3-5152-00029/1-0) vorgeschrieben, nicht hergestellt hat, und (c) die Beklagte Erdaushebungen tiefer als die zulässigen 250 Fuß vorgenommen hat.
6. Am 23. August 1999 kehrten die DEC-Mitarbeiter zu dem Gelände zurück und beobachteten, dass nach der Inspektion vom 31. Juli 1999 weiterer Schieferton entfernt und zusätzlicher Bau- und Abriss-Schutt in dem Bewässerungsteich abgelagert worden war. Am 19. April, 31. Mai, 23. August, 30. Oktober, 31. Oktober, 1. November und 10. November 2000, und am 2. Februar und 22. Februar 2001 inspizierte das DEC das Gelände erneut und fand die Umstände unverändert wie am 23. August 1999 beobachtet vor. ...
Nun, nachdem der Fall betrachtet und ordnungsgemäß beraten worden ist, wird hiermit angeordnet:
1. Zivilstrafe: In Anbetracht der oben beschriebenen Zuwiderhandlung wird gegen die Beklagte ein Bußgeld in Höhe von fünfzigtausend Dollar festgesetzt, wovon dreißigtausend Dollar von der Beklagten an das Department als Vollzug der rechtsgültigen Ausfertigung dieser Verfügung zu zahlen sind. Die verbleibenden zwanzigtausend Dollar Bußgeld werden hiermit unter der Bedingung ausgesetzt, dass die Beklagte im Einklang mit jeder Aussage, Vorschrift und Bedingung dieses Anordnung bleibt. " Zitat Ende.


Es folgt die Abbildung des Bußgeld-Schecks der Wachturm-Gesellschaft an das DEC.


Der Wachturm, 15. Februar 1993, Seite 6, Zitat Anfang.
"Die neue Persönlichkeit verlangt von Christen, umweltbewusst zu sein und nicht mutwillig die Umwelt zu verschmutzen oder Umweltschutzgesetze, die Regierungen erlassen, zu ignorieren.
Sie hilft Christen, einen Hang zu Verschwendung, Selbstsucht und Faulheit zu meiden - Eigenschaften, die jemand dazu veranlassen, Abfälle achtlos wegzuwerfen. In Anbetracht der Aussage in Römer 13 Vers 1 bis 7 ist es für Christen unumgänglich, den Gesetzen, die die Regierung zum Schutz der Umwelt erlässt, gewissenhaft zu gehorchen. Überdies veranlasst sie gottgefällige Nächstenliebe dazu, das Eigentum anderer zu achten - ganz gleich, ob es Einzelpersonen oder der Allgemeinheit gehört -, indem sie es nicht verunstalten oder achtlos Abfall wegwerfen." Zitat Ende.


Spendengeld für Privilegien:


Das National Transportation Safety Board , nachfolgend NTSB, dokumentiert Unfälle von Luftfahrzeugen. Unter den NTSB Unfallnummern ANC95LA077 und ANC03LA065 finden sich folgende Berichte:


Am 15. Juni 1999, gegen 1530 Alaska Tageslicht-Zeit, erlitt eine mit Fahrwerk ausgerüstete Cessna 402B, N710WS, registriert und betrieben von der Watchtower Bible Organization and Tract Society, beim Zurückrollen nach der Landung einen Bugfahrwerksbruch. Der Geschäftsflug, durchgeführt nach 14 CFR Part 91, startete in Good News, Alaska, mit dem Ziel Tuntutuliak, Alaska. Ein Flugplan wurde nicht angewendet, es herrschten Sichtflugbedingungen. Der für Passagiertransporte zugelassene Pilot und die drei Passagiere wurden nicht verletzt, das Flugzeug wurde erheblich beschädigt.
Dem Direktor der Wachturm Bibel Organisation zufolge, der auch Passagier im Flugzeug war, rollten sie nach der Landung zurück zum Ausstieg. Die Rollbahn war gerade ausgebessert und eine kleine Vertiefung in der Landebahn mit weichem Material gefüllt worden. Das Bugrad des Flugzeugs rollte in die Vertiefung und zerbrach.
Quelle: NTSB


Am 9. Juni 2003, gegen 1300 Alaska Tageslicht-Zeit, erlitt eine Cessna 402B, N710WS, einen beträchtlichen Schaden, als ihr Bugfahrwerk beim Zurückrollen nach der Landung auf dem Telida Flugfeld, Telida, Alaska, wegbrach. Der Title 14, CFR Part 91 Überlandflug fand meteorologisch unter Sichtflugbedingungen statt, ein VFR-Flugplan wurde angewendet. Der für Passagiertransporte zugelassene Pilot und die drei Passagiere wurden nicht verletzt. Der Flug wurde von Kingdom Support Services Inc im Dienst ihrer Missionsorganisation durchgeführt. Der Flug startete gegen 1230 in Minchumina, Alaska, mit Ziel Fairbanks, Alaska, und einer Zwischenlandung in Telida. ...
Quelle: NTSB


Kingdom Support Services Inc wurde im Oktober 2000 von der Wachturm-Gesellschaft im Zuge ihrer Umstrukturierung gegründet.
Die Cessna mit der Registrierung N710WS war bei der Federal Aviation Administration, nachfolgend FAA, auf die Watchtower Bible & Tract Society eingetragen (inzwischen wurde sie durch eine Piper Navajo mit der Registrierung N254SW ersetzt).
Quelle: FAA


Laut FAA-Bericht startete der Flug in Minchumina mit Ziel Fairbanks (direkte Flugstrecke etwa 150 Meilen) mit Zwischenlandung in Telida. Dieses liegt etwa 40 Meilen von Minchumina entfernt - allerdings in die Fairbanks entgegengesetzte Richtung.


Was veranlasst Vertreter der Wachturm-Gesellschaft - im ersten Fall sogar der Direktor - sich in solchen Einöden zu bewegen?


Eine zweimotorige Cessna 402B hat mit 102 Gallonen Treibstoffkapazität eine Reichweite von etwa 1.180 Meilen.

Auftanken als Grund für den Umweg nach Telida ist somit unwahrscheinlich.

Laut Alaska Community Database ist Minchumina mit 23 Einwohnern sogar größer und kommt als Depot eher in Frage als Telida mit lediglich 2 Einwohnern. Eine Versammlung gibt es in Telida sicher nicht.

Quelle: Alaska Community Database Minchumina wirbt für sich als „abgelegene Anlage mit individuell gestaltetem Abenteuer in Bequemlichkeit und Stil“.
Telida ist mit seinem Fischreichtum ein Tipp für Lachs-Angler und die Laichwanderung der Königs- und Rotlachse, findet zufällig gerade in dieser Zeit - von Mitte Mai bis August - statt.


„Jeder Arbeiter ist seines Lohnes würdig“ - aber in den Genuss solcher Vorzüge wird die Mehrzahl der freiwilligen Arbeiter kaum kommen. Macht schafft offenbar überall Privilegien.


Der Wachturm, 1. November 1973, Seiten 661 und 662,

Zitat Anfang. "Der Ausdruck „Gewinn“ bezieht sich auch auf jede Art von Nutzen, Gewinn oder Vorteil. (Vergleiche Philipper 1 Vers 21 sowie Kapitel 3 Vers 4bis 8.) Folglich würde auch jemand, der seine verantwortliche Stellung in der Versammlung Gottes dazu benutzte sich auf Kosten anderer materielle Vorteile zu verschaffen oder andere aufgrund seines Einflusses, seines Ansehens oder seines Vorrangs zu übervorteilen, „schimpflichen Gewinn“ erzielen. Er würde gegenüber dem himmlischen Eigentümer der Herde, von dem er eingesetzt wurde, um dieser selbstlos und demütig zu dienen, nicht ehrlich handeln." Zitat Ende.


Der Wachturm, 1. Dezember 1977, Seite 719;

Zitat Anfang. "Jehova Gott sieht nicht leichtfertig darüber hinweg, wenn jemand aus seinen Gaben selbstsüchtigen Gewinn schlagen möchte. Das träfe auch zu, falls jemand seine verantwortliche Stellung in der Christenversammlung zu seinen Gunsten ausnutzen wollte.
Tatsächlich dürfen Personen, die zu einem besonderen Dienst in der Versammlung ernannt worden sind, „nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht“ sein (1. Timotheus 3 Vers 8). Ältesten wird der Rat gegeben: „Hütet die Herde Gottes, die in eurer Obhut ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig; auch nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer“ (1. Petrus 5 Vers 2).
Die Bibel gebietet dies nicht ohne Grund. Ernannte Diener in einer Versammlung mögen beispielsweise mit Geld zu tun haben. Sie dürfen keinesfalls habsüchtig sein. Würde jemand ernannt, der auf diesem Gebiet eine ernsthafte Schwäche hat, so könnte er versucht sein, das ihm Anvertraute zu veruntreuen und sich etwas anzueignen, worauf er kein Recht hat.
Auch Älteste sollten darauf achten, dass sie ihre Stellung nicht dazu gebrauchen, sich irgendeinen Vorteil oder Gewinn zu verschaffen. Es wäre nicht nur verkehrt, wenn sie materiellen Gewinn anstrebten, sondern auch, wenn sie sich aufgrund ihrer Stellung, ihrer Autorität oder ihres Ansehens andere persönliche Vorteile verschafften. " Zitat Ende.


Freiwillig, spontan und von Herzen:


Die Wachturm-Gesellschaft betont mit Nachdruck, dass sie - im Gegensatz zu anderen Religionen - sich absolut nach christlichen Maßstäben finanziert: freiwillig, spontan, jeder so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat. (2. Korinther 9 Vers 7).


Der Wachturm, 1. Dezember 1987, Seite 30;

Zitat Anfang. "Häufig wird die Frage gestellt: „Woher kommt all das Geld?” Jehovas Zeugen führen nicht wie die Kirchen der Christenheit Kollekten durch, und sie richten auch an niemand irgendwelche Spendenaufforderun-gen. Stattdessen findet man in ihren Königreichssälen Spendenkästen - vergleichbar mit den Schatzkästen in biblischer Zeit. " Zitat Ende.


Der Wachturm, 1. Dezember 2002, Seite 3;

Zitat Anfang. "Nun wird wohl niemand bestreiten wollen, dass zum Gottesdienst eines Christen auch das Spenden gehört.
Aufdringliche Spendenaufrufe aber gehen uns wahrscheinlich gegen den Strich, stoßen uns gar ab." Zitat Ende.


Der Wachturm, 15. November 1971, Seiten 698 bis 699;

Zitat Anfang. "Statt zu spontanem Geben zu ermutigen, üben sie auf feine oder gröbere Weise Druck aus und appellieren wie das Spielen auch an die Selbstsucht.
Was ist dagegen über die christlichen Zeugen Jehovas zu sagen? Welche von diesen Methoden wenden sie an? Tatsächlich wenden sie keine davon an, auch nicht die allgemein übliche, einen Kollektenteller herumzurei-chen. Selbst seit den frühesten Tagen der neuzeitlichen Zeugen Jehovas ist es ihr Grundsatz gewesen, nie Kollektenteller herumzureichen oder
auf ähnliche Weise um Geld zu betteln. Es war ihre Überzeugung, dass dies Jehovas Werk ist und dass er die Herzen seines Volkes öffnen würde, die notwendigen Beiträge beizusteuern, so dass stets die nötigen Geldmittel für die Ausdehnung der Verkündigung des Evangeliums vorhanden wären. " Zitat Ende.


Bereits in der zweiten Ausgabe des Wacht-Turms erklärte Bruder Russell: „Die Zeitschrift ‚Zions Wacht-Turm‘ wird, wie wir glauben, von Jehova unterstützt und braucht deshalb nie bei Menschen um Unterstützung zu bitten oder zu betteln.


Wenn er, der sagt: ‚All das Gold und Silber der Berge ist mein‘, nicht mehr die nötigen Mittel zur Verfügung stellt, nehmen wir an, dass es Zeit ist, ihr Erscheinen einzustellen.“ Damit in Übereinstimmung wird in der Literatur der Zeugen Jehovas nicht um Geld gebettelt.


Schon 1894, als die Watch Tower Society reisende Vortragsredner aussandte, veröffentlichte sie im Interesse aller folgende Notiz: „Von Anfang an sollte klar sein, dass Kollekten oder Spendenappelle von der Gesellschaft weder erlaubt noch gutgeheißen werden.“


Charles Taze Russel, sagte 1915:
„Unsere Gesellschaft hat nicht danach getrachtet, irdische Reichtümer anzusammeln. Wenn die Geldmittel zu Ende gingen - so haben wir vor langer Zeit angekündigt - , würden auch entsprechend die Tätigkeiten der Gesellschaft eingestellt werden, und mit der Zunahme von Geldmitteln würden auch die Tätigkeiten der Gesellschaft zunehmen.“


Genau das hat die Gesellschaft weiterhin getan.
zitiert nach:

  1. Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes, 1993, Seiten 340 und 350;
  2. Das Paradies für die Menschheit durch die Theokratie wiederhergestellt, 1972, Seite 82;
  3. Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe, 1988, Seite 70;
  4. Der Wachturm, 1. März 1987, Seite 12; 15. März 1978, Seite 16; 15. Mai 1970, Seite 70;
  5. Erwachet!, 22. Januar 1976, Seite 11;


Hat die Wachturm-Gesellschaft wirklich „genau das getan“?


Seit 1974 wird jährlich in einer November- oder Dezember-Ausgabe des Wachturms die materielle Förderung des Werkes thematisiert - oft begleitet von einer Tabelle

„Wie einige für das Königreichswerk spenden“.

Eine „Erinnerung“ zur passenden Zeit, denn zum Jahresende erfolgen gewöhnlich besondere Gehaltszahlungen, die, weil die üblichen Festlichkeiten nicht gefeiert werden, ungeschmälert zur Verfügung stehen.


Die „Erinnerung“ wird auch auf verschiedenste andere Weise wach gehalten, zum Beispiel durch kurze, auf das Gefühl zielende Erfahrungsberichte, in denen vorbildliche Beispiele in der Unterstützung des weltweiten Werkes hervorgehoben werden:


Der Wachturm, 1. August 2004, Seite 32;

Zitat Anfang. „Unser Sohn Anderson starb, als er 14 war. Er hatte zwei Hühner, die er aufzog und verkaufen wollte, um dann das Geld ans Zweigbüro zu schicken - als Spende für das weltweite Predigtwerk. Er starb aber, noch bevor er sie verkaufen konnte.
Weil es sein Wunsch war, übernahmen wir als Eltern die Aufzucht der Hühner und verkauften sie. Jetzt schicken wir euch das Geld: eine Spende von Anderson. Wir sind zuversichtlich, dass wir ihn bald, sehr bald wieder sehen werden, weil Jehova es so versprochen hat. Wenn Anderson uns dann fragt, ob wir seinen größten Wunsch erfüllt haben, würden wir die Frage gern bejahen. Wir freuen uns schon richtig darauf, sowohl Anderson als auch eine ‚große Wolke von Zeugen‘ wieder zu sehen, die zur Auferstehung kommen werden“ Zitat Ende.


Was immer die Wachturm-Gesellschaft veranlasst haben mag, das Spenden regelmäßig zu thematisieren:

die Entscheidung ist eine klare Absage an die bescheidene und demütige Zufriedenheit mit den freiwillig und spontan gegebenen materiellen Mitteln und ein eindeutiger Schritt, dem „spontanen Geben“ auf „feinere Weise“ Nachdruck zu verleihen.


Nachdruck durch Wiederholung.


Nutze die Belehrung der Theokratischen Predigtdienstschule, Seite 206;

Zitat Anfang. "Ein wichtiger Gedanke, der mehr als einmal erwähnt wird, bleibt den Anwesenden wahrscheinlich im Sinn haften. Womöglich verstehen sie einen Punkt sogar besser, wenn er, geringfügig abgewandelt, noch einmal dargelegt wird. Dieser „Nachdruck durch Wiederholung“ erfolgt konsequent: dieselbe Botschaft „geringfügig abgewandelt“ und damit in vielfältiger Gestalt: als Dank, als Lob, als Vorbild, als Bedürfnis, als Pflicht." Zitat Ende


Unser Königreichsdienst, November 2002, Seite 7:

Zitat Anfang. "Viele seiner Diener fühlen sich gedrängt, sich durch ihre Freigebigkeit bei Jehova zu bedanken." Zitat Ende


Unser Königreichsdienst, Juni 2003, Seite 7:

Zitat Anfang. "Während bei den meisten Menschen in der Welt das Nehmen im Vordergrund steht, machen wahre Nachfolger Jesu das Geben zum Mittelpunkt ihres Lebens. Dieses Geben wird sehr geschätzt. Bitte nehmt unseren aufrichtigen Dank für eure geleisteten Spenden entgegen."
Zitat Ende.


Unser Königreichsdienst, März 2004, Seite 2:

Zitat Anfang. "Behandle auch „Dein Volk wird sich willig darbieten“ und erinnere an wesentliche Aussagen des Briefs vom 1. Januar 2004."
Zitat Ende.


Unser Königreichsdienst, Mai 2004, Seite 3:

Zitat Anfang. "Mit Begeisterung und großer Wertschätzung haben unsere Brüder im ganzen Land auf die Mitteilung reagiert, dass im Raum Rhein-Main ein neuer Kongresssaal errichtet werden soll. Auf diesem Weg möchten wir uns für alle Spenden und Darlehen, die dafür bereits jetzt zur Verfügung gestellt wurden, recht herzlich bedanken.
Bitte beachtet bei den Überweisungen für den Kongresssaal die dafür neu eingerichtete Kontonummer. " Zitat Ende.


Die dabei gewählte Sprache ist offen, direkt und unmissverständlich:


Der Wachturm, 1. Dezember 2003, Seite 19;

Zitat Anfang. "Unsere Dankbarkeit zeigt sich auch dadurch, dass wir das weltweite Königreichspredigtwerk durch freiwillige Spenden unterstützen. Ein dankbares Herz drängt uns, es regelmäßig zu tun und wie die ersten Christen dafür möglichst jede Woche etwas zur Seite zu legen.
Dieser Überblick, wie wir uns als dankbar erweisen können, sollte uns wieder einmal zu einer Selbstprüfung anregen. Können wir vielleicht unsere Opfer des Lobpreises für Jehova mehren und unsere materielle Unterstützung des weltweiten Werkes vergrößern? Unser großzügiger himmlischer Vater wird sich bestimmt sehr freuen, wenn wir uns gemäß unseren Möglichkeiten als dankbar erweisen."Zitat Ende.


Die Methode ist durchgängig und die Logik für den Gläubigen von unvermeidbarer Konsequenz.

Möchte er Gott dankbar und von ihm als Diener anerkannt sein?

Will er ein wahrer Nachfolger Jesu sein und Wertschätzung und Willigkeit ausdrücken?

Dann muss sich das im Geben offenbaren sagt die Wachturm-Gesellschaft und lenkt früher oder später die Aufmerksamkeit immer auf ihren„Bedarf“.
So zum Beispiel mit der nur in den USA veröffentlichten Broschüre „Charitable Planning to Benefit Kingdom Service Worldwide“ (Wohltätige Planung zur Förderung des weltweiten Königreichswerkes). Auf 32 Seiten stellt die Wachturm-Gesellschaft darin unterschiedliche Spendenmodelle vor und erläutert ausführlich und anhand von Beispielen deren wirtschaftliche und steuerliche Vor- und Nachteile.


Eine „liebevolle Vorkehrung“?

Was, wenn man die Frage zum Maßstab nimmt, die Der Wachturm seinen Lesern so gern ans Herz legt:


„Hätte Jesus ...“ wohl seinen Jüngern Vorschläge gemacht und Beispiele gegeben, auf welche Weise sie ihn materiell unterstützen könnten?


Jahrzehntelang hat die Wachturm-Gesellschaft in ihrer Literatur die Aufmerksamkeit der Leser auf das „geschäftsmäßige“ Vorgehen der Kirchen beim Einsammeln von Spenden gelenkt.


Der Wachturm, 15. November 1971, Seite 698;

Zitat Anfang. "Gewisse Geistliche im Gebiet von New York gehen in der Sache ganz geschäftsmäßig vor. Sie senden monatlich Auszüge an ihre Kirchenmitglieder und erinnern sie an den Betrag, den sie ihrer Kirche schulden. Und von einem Geistlichen der Kongregationalistenkirche in Vermont wurde in der Presse berichtet, er habe hinter dem Hauptportal
eine Kreditkartenmaschine aufgestellt für diejenigen, die es vorziehen, auf diese Weise Beiträge zu geben. " Zitat Ende.


Der Wachturm, 1. Februar 1976, Seite 75;

Zitat Anfang. "Unter der Überschrift „Beten Sie jetzt, zahlen Sie später“ berichtete die in Philadelphia erscheinende Zeitung „Inquirer“ über einen Versuch, der demnächst von kirchlicher Seite in den USA unternommen werden soll. Eine Gruppe von zehn Kirchen will versuchen, die Kollekte mit Hilfe von Kreditkarten einzuziehen. In dem Bericht über den Versuch heißt es, die an diesem Programm beteiligten Personen würden „dem Geschäft das geben, was dem Geschäft gehört - einen Profit“. Wieso? „Die beteiligten Banken werden für eine Umbuchung 65 Cent belasten, und die Kreditkartenunternehmen werden von jeder Spende drei Prozent einstecken.“ Jemand zieht also offensichtlich Nutzen aus diesem Unternehmen. Doch welchen geistigen Nutzen wird der Kirchgänger davon haben? " Zitat Ende.


Erwachet!, 8. August 2003, Seite 29;

Zitat Anfang. „Eine wachsende Zahl kanadischer Kirchen“ übernimmt gemäß einem Bericht der Zeitung Vancouver Sun „moderne bankübliche Praktiken, indem sie ihren Gemeindemitgliedern ermöglichen, Spenden in den Kollektenteller bequem per Scheck- oder Kreditkarte zu machen“.
In Kirchenvorräumen wurden Bankautomaten bereitgestellt sowie „Spendenumschläge mit der Möglichkeit der automatischen Abbuchung oder der Zahlung per Kreditkarte“. Der Spender zieht seine Karte einfach durch das Lesegerät, tippt den gewünschten Spendenbetrag ein und legt dann eine Kopie der Quittung in den Kollektenteller. Ein Pfarrer sagte: „Die Gesellschaft wird immer mehr zu einer bargeldlosen Gesellschaft. Warum nicht auch die Kirche?“ Ein kirchlicher Kassenwart witzelte: „Für die Benutzung der Karte bekommt man Flugmeilen und fürs Spenden kommt man in den Himmel. Man kann es ja einfach als doppelte Belohnung betrachten.“ Zitat Ende.


Mit dem einen Mundwinkel missbilligt man es bei anderen Kirchen als „geschäftsmäßige Praktiken“ - mit dem anderen rechtfertigt man es bei sich selbst:

Der Königreichsdienst Mai 2004 für Großbritannien informiert, dass auf den Kongressen Vorkehrungen getroffen werden, um per Kreditkarte zu spenden.

Auch die niederländischen Kongresssäle in Swifterband und Bennekom und München in Deutschland sind bereits so ausgerüstet.


Die Wachturm-Gesellschaft wird all das immer mit „Anbetung“ und „Wertschätzung“ begründen - doch welche Religion würde ihr Tun „betteln“ oder „bedrängen“ nennen?

Wie man es nennt, ist deshalb bedeutungslos.

Entscheidend ist, welcher Zweck angestrebt wird, wie es auf die Adressaten wirkt und von ihnen empfunden wird.


Was ist wohl der Zweck der ständigen Thematisierung bei jedem sich bietenden Anlass - auf Kongressen, in Königreichsdiensten und Wachturm-Ausgaben, durch Bethel Redner und Kreisaufseher?

Wie werden die ständigen Erwähnungen empfunden - immer begleitet von Hinweisen auf die „Kürze der Zeit“ und das „Ansehen bei Gott“?

Wie wirken die wiederholten Erinnerungen an das „Vorrecht“, die ständigen Appelle an die Opferbereitschaft und die Glorifizierung selbst unvernünftigster Beispiele?


Unser Königreichsdienst (englische Ausgabe), Mai 1974;

Zitat Anfang. " Uns haben Berichte von Brüdern erreicht, die ihre Häuser und ihr Eigentum verkauft haben und planen, den Rest ihrer Tage in diesem alten System im Pionierdienst zu verbringen. gewiss ist das
ein hervorragender Weg, die kurze verbleibende Zeit vor dem Ende dieser kranken Welt zu nutzen."Zitat Ende.


Wie viel Interesse am Menschen hat eine Institution, die solche Beispiele einen „hervorragenden Weg“ nennt und damit zur Nachahmung empfiehlt?

Wie nicht anders zu erwarten war, blieben die fehlgeleiteten Gutgläubigen mit den katastrophalen Folgen solcher unbegreiflicher Ratschläge allein.


Trifft es also zu, dass „Zions Wacht-Turm ... nie bei Menschen um Unterstützung“ bittet und „Spendenappelle von der Gesellschaft weder erlaubt noch gutgeheißen werden“?


Dem Cäsar geben, was des Cäsars ist.


Am 22. Dezember 1995 legte eine Enquete-Kommission der Französischen Nationalversammlung als Ergebnis ihrer Untersuchungen den Rapport Nr. 2468 „Sekten in Frankreich“ vor.

Der Bericht stellt u. a. fest:


„Einige erklären sich selbst zu Kultusgemeinden oder Religionsgemeinschaften, indem sie diesen Ausdruck in ihren Namen aufnehmen. Dies trifft zum Beispiel auf die „Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas“ und die Mandarom-Sekte zu; ... Doch das bedeutet nicht, dass die Behörden sie als solche anerkennen.“
Quelle: Sekten in Frankreich, Rapport Nr. 2468, 22. Dezember 1995;


Tatsächlich bezeichnete sich der französische Zweig der Zeugen Jehovas als „Association cultuelle loi de 1905“ (Kultusgemeinde nach dem Gesetz von 1905). Diese Rechtsform - mit der umfassende Steuervorteile verbunden sind - war ihr aber schon am 1. Juli 1985 vom Obersten Verwaltungsgericht Frankreichs verweigert worden.

Nur die Rechtsform „Association loi de 1901“ (eingetragener Verein) - mit nur begrenzten Steuervorteilen - wurde ihr zuerkannt.


Seit 1998 will das französische Finanzministerium den rein religiösen Charakter der „Association les Témoins de Jéhovah“ nicht mehr anerkennen und erhob eine rückwirkende Steuerforderung von 60 Prozent auf die Spendeneinnahmen von 1993 bis 1996 zuzüglich einer Strafe und Verzugszinsen von 48 % - zusammen über 300 Millionen Franc oder gut 45 Millionen Euro.

Zur Sicherung ihres Anspruchs setzte sie ein Rückbehaltungsrecht auf den Besitz der Organisation in Frankreich - speziell auf den erst 1997 eingeweihten neuen Bethel Komplex.


Die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas in New York versuchte daraufhin über die Öffentlichkeit national und international Druck gegen diese Entscheidung zu erzeugen:
durch die Verteilung von zwölf Millionen Traktaten mit dem Titel „Bürger Frankreichs - Ihr werdet betrogen!“


durch die ganzseitige Veröffentlichung eines offenen Briefes an den französischen Präsidenten Jacques Chirac in der New York Times vom 5. Juli 1998, in dem es auszugsweise heißt:

Zitat Anfang.
In einer schockierenden Demonstration religiöser Diskriminierung hat die französische Steuerbehörde einen schweren Angriff auf die Religionsfreiheit und die Menschenrechte geführt. Indem die Steuerbehörden eine Steuer von 60 Prozent auf die einzelnen religiösen Spenden über 200.000 französischer Bürger erheben will, hat sie das Schreckgespenst der Steuern für andere Religionen und gemeinnützige Organisationen in ganz Frankreich an die Wand gemalt. " Zitat Ende.


Die Klage gegen die Steuerforderung wurde vor dem Tribunal de Grande Instance in Nanterre abgewiesen.

Am 28. Februar 2002 bestätigte auch das Appellationsgericht in Versailles in höchster Instanz die Maßnahme der Steuerbehörde.


Die Steuerforderung von 300 Millionen Franc ist - absolut betrachtet - enorm. Im weltweiten Finanzhaushalt der Wachturm-Gesellschaft repräsentiert sie jedoch „nur“ die Spenden eines einzigen Landes im Zeitraum von vier Jahren.

Das vermittelt - nebenbei - einen Eindruck vom Umfang der Mittel, die der Wachturm-Gesellschaft regelmäßig zufließen.


Ein Besteuerungsakt in diesem Umfang ist trotzdem schwerwiegend und eine rechtliche Prüfung deshalb angemessen.

Aber die Maßnahmen der Leitenden Körperschaft gehen weit über die einem Christen rechtlich und moralisch gebotenen Mittel hinaus - und sind zudem höchst unsensibel.


Die Wachturm-Gesellschaft selbst reagiert auf Kritik überaus empfindlich und ist mit Rechtsmitteln schnell zur Hand.

Aber sie erwartet, ein souveräner Staat würde es hinnehmen, vor seinem Volk als „Betrüger“ und vor der Weltöffentlichkeit der „Diskriminierung“ bezichtigt zu werden.


200.000 französische Bürger sollen benachteiligt sein.

Die Verkündiger-Höchstzahl für Frankreich wird im Jahrbuch 1997 nur mit 124.860 angegeben.

Falls die Wachturm-Gesellschaft sich zum Anwalt der 220.467 Gedächtnismahl-Anwesenden gemacht hat, heiligt sie für den Zweck eindeutig die Mittel, denn Besucher gelten sonst auch nie als „Zeugen Jehovas“.


Die Verantwortlichen „übersehen“ es auch tunlichst, ihre geistigen Brüder und die Öffentlichkeit zu informieren, dass:


die Zeugen Jehovas sich auf eine Rechtsform gestützt haben, die sie in Wahrheit nie hatten, die Steuerfreiheit vom Staat nur schweigend geduldet und daher jederzeit widerruflich war, auf die Steuerbefreiung kein - auch kein gewohnheitsrechtlicher - Rechtsanspruch bestand, und
Steuerbegünstigung nur anerkannter Religionen in vielen anderen Ländern auch üblich ist.


Die Argumentation der Wachturm-Gesellschaft ist zum eigenen Vorteil ungenau und unvollständig - eine „Halbwahrheit“ und damit nicht ehrlich!

Vom Schaden abgesehen, den solche Methoden an der Integrität und dem Ansehen in der Öffentlichkeit anrichten, wirft das Verhalten der Wachturm-Gesellschaft auch die Frage auf, wie ernst es den Verantwortlichen mit ihren eigenen Maßstäben ist:


Der Wachturm, 1. Januar 1965, Seite 29;

Zitat Anfang. " Der Cäsar oder der Staat verletzt kein Gesetz Gottes, wenn er angemessene Steuern verlangt.
Fordert er zu hohe Steuern oder missbraucht er die Steuergelder, so muss er das vor Gott selbst verantworten. Der Christ hat darüber nicht zu entscheiden. Nicht nur der Staat, sondern auch Gott verlangt von ihm, dass er genau das bezahlt, was von ihm gefordert wird.
Der christliche Apostel Paulus sagte: „Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan ... Erstattet allen, was ihnen gebührt: dem, der die Steuer verlangt, die Steuer; dem, der die Abgabe verlangt, die Abgabe.“ - Römer 13 Verse 1 und 7. " Zitat Ende.


Erwachet!, 8. November 1986, Seite 26;

Zitat Anfang. "Befreit die Tatsache, dass gewisse Steuern allem Anschein nach ungerecht und überhöht sind oder dem Zweck, zu dem sie erhoben werden, nicht dienen oder in anderer Weise unangemessen sind, Christen von der Zahlungspflicht?
Oder könnten sie unter dem Hinweis darauf, dass der Staat Steuergelder teilweise zu Zwecken verwendet, die im Widerspruch zur Bibel stehen, einen Teil der zu entrichtenden Steuern zurückbehalten?
Ist es nicht beachtenswert, dass Jesus seine Nachfolger dazu anhielt, dem Verlangen nicht nur dann stattzugeben, wenn es gerecht und nicht zu unangenehm war? Ja, er forderte sie dazu auf, jeglichen Beistand zu leisten, wenn möglich sogar über das hinauszugehen, was verlangt wurde. " Zitat Ende.


Dieser flagrante Widerspruch zwischen gelehrter Theorie und gelebter Praxis macht einmal mehr deutlich, dass Geld der Wachturm-Gesellschaft in Wirklichkeit viel wichtiger ist, als das christliche Bild, das sie in der Literatur von sich zeichnet, Glauben macht.


Befreiung von Steuern und Abgaben


Erwachet!, 22. Mai 1970, Seite 16 bis 19;

Zitat Anfang. "In den letzten Jahren hat es sich zur großen Bestürzung vieler Leute immer deutlicher gezeigt, dass manch eine Kirche als Großunternehmer anzusehen ist. Solche Kirchen haben riesige Summen in den verschiedensten wirtschaftlichen Unternehmen investiert. Da der Gewinn aus diesen Unternehmen oft steuerfrei ist, erhält der Staat entsprechend weniger Steuern. Demzufolge muss der Durchschnittssteuer-zahler größere Lasten tragen.
Wie könnten doch die Steuerlasten erleichtert werden, wenn diese Steuern bezahlt würden. „Die Kirchen haben von der Kanzel herab und in den Wandelgängen der Parlamentsgebäude laut beteuert, sie könnten nicht mehr so viele gute Werke tun, würden sie besteuert. " Zitat Ende.


Die Wachturm-Gesellschaft ist durch ihre Vermögen und ihre enormen Spendeneinnahmen weltweit in den Fokus der Steuerbehörden gerückt. Immer häufiger zweifeln sie die Gemeinnützigkeit an, weil die Spenden, obwohl offiziell zur „Förderung des weltweiten Werkes“, hauptsächlich die Literaturproduktion fördern und Spenden und Literatur sich gegenseitig bedingen und verstärken, während das Geld- und Immobilienvermögen der Wachturm-Gesellschaft dabei enorm wächst.


Auch die Wachturm-Gesellschaft bemüht sich deshalb intensiv um Befreiung von Steuern und Abgaben - und opfert dafür nötigenfalls auch Grundsätze.


Mit seinem Urteil V 46/59 vom 12. Juli 1962 verpflichtete der Bundesfinanzhof die Wachturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft Deutscher Zweig, e. V. zur Zahlung von Umsatzsteuer auf die Einnahmen, die sie aus der Abgabe von Nahrungsmitteln bei Kongressen erzielte.

Gegen dieses Urteil legte die Wachturm-Gesellschaft Verfassungsbeschwerde ein.


Mit Beschluss 1BvR 498/62 vom 4. Oktober 1965 verwarf der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die Verfassungsbeschwerde und erklärte das Urteil des Bundesfinanzhofs für wirksam.


Interessant ist der damalige in Abschnitt III Absatz 2 des Beschlusses festgehaltene Standpunkt der Organisation:


Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie könne die Körperschaftsrechte jederzeit erlangen, lehne es nur aus Gründen des Glaubens und ihrer religiösen Überzeugung ab, einen entsprechenden Antrag zu stellen, der die Verleihung der Körperschaftsrechte und damit die Umsatzsteuerfreiheit zur Folge habe.


Der betreffenden Religionsgesellschaft steht es auch frei, ob sie die Rechtsstellung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erwerben will; sie wird dadurch im staatlichen Bereich begünstigt, in der Religionsausübung jedenfalls nicht beeinträchtigt. Im Gegensatz zu ihrem Vorbringen in der Verfassungsbeschwerde, ihre Glaubensauffassung lasse es nicht zu, dass sie „bei einer weltlichen Instanz um die Verleihung eines Status nachsucht, der ihr Rechte gewährt, die die christliche Versammlung seit Beginn von Gott verliehen erhielt“, hat die Beschwerdeführerin sich im Jahre 1921 vom Reichsrat den Status eines eingetragenen Vereins ausdrücklich anerkennen lassen.


Die Beschwerdeführerin geht selbst davon aus, dass es ihr jederzeit freisteht, durch entsprechenden Antrag, die Rechtsstellung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu erlangen.
Quelle: Universität Bern


1965 noch mit der „Glaubensauffassung“ und der „religiösen Überzeugung“ unvereinbar, kämpft die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland seit 1990 durch alle Instanzen der Justiz um genau um diesen Status.

Ein Sinneswandel, wie er krasser nicht sein könnte.


Einen Zusammenhang mit den steuerlichen Privilegien dieser Rechtsstellung weist die Wachturm-Gesellschaft aber von sich:

Zitat Anfang. "Der Grund für die Bemühungen der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas hängt mit der Wiedervereinigung zusammen. Nachdem ursprünglich von den Berliner Behörden erklärt worden war, dass Jehovas Zeugen durch die Wiedervereinigung die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erlangt hätten, wurde das später wieder zurückgenommen. Daraus resultierte das Ihnen bekannte Verfahren. Steuerliche Vergünstigungen spielen dabei keine Rolle.
Weder zu dem damaligen Zeitpunkt noch heute wurde darüber entschieden, welche Körperschaftsrechte die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas als Körperschaft des öffentlichen Rechts ausüben würde.
Religionsgemeinschaften ist die Möglichkeit eröffnet, sich als Körperschaft des öffentlichen Rechts zu organisieren, um von dem Staat größtmögliche Unabhängigkeit zu bewahren. Es ist also ein Ausdruck der Trennung von Staat und Kirche.
Insofern ergibt sich auch kein Konflikt mit der Aussage Jesu Christi, kein Teil dieser Welt zu sein. " Zitat Ende.

Quelle: Brief der Wachturm-Gesellschaft vom 19. November 1998


Und Werner Rudtke, Präsidiumssprecher der Religionsgemeinschaft, argumentiert:


Zitat Anfang. "Das ist die Rechtsform, die die Verfassung für Religionsgemeinschaften unserer Größe vorsieht. Wir können so unser religiöses Selbstverständnis besser umsetzen. Dadurch werden uns auch größere Freiheiten bei der Religionsausübung zugestanden und vieles wird organisatorisch einfacher.
Viele der Privilegien werden für uns keine Rolle spielen. Und wir werden deswegen jedenfalls unser biblisches Selbstverständnis nicht ändern. Das bedeutet u. a.: keine Kirchensteuer, weil Gott freiwilliges Geben wünscht. Ich könnte mir vorstellen, dass es dann leichter wird, Grundstücke für Königreichssäle zu bekommen. Teile unseres missionarischen Werks werden erleichtert, wie z. B. die Seelsorge.
Zitat Ende. Quelle: Jehovas Zeugen Online


Wann immer Erklärungen über den Sinneswandel und das neue Interesse an staatlichen Garantien und Privilegien abgegeben werden, sind sie vage und unverbindlich - ein deutliches Indiz, dass es zu den guten Gründen noch wahrere Gründe gibt.


Wie leicht es den Verantwortlichen doch fällt, sich mit ihrem Gewissen und ihren Argumenten immer in die Windrichtung zu drehen. Gestern dagegen, heute dafür, und morgen?

Es lebt sich gut mit „religiösen Überzeugungen“ und „Glaubensauffassungen“ wenn man sie selbst festlegen kann, aber unter Umständen schrecklich, wenn man dieses Privileg nicht hat und von der gerade dominierenden „religiösen Überzeugung“ und „Glaubensauffassung“ abhängig ist.


Der Wachturm, 15. Januar 1977, Seiten 56 bis 59;

Zitat Anfang. "Nehmen wir zum Beispiel nur das afrikanische Land Malawi. Dort wird von allen Bürgern verlangt, Mitglied der einzigen politischen Partei des Landes, der „Malawi Congress Party“, zu werden. Eine Mitgliedskarte kostet nur 25 Cent. Sie bescheinigt ihrem Besitzer, dass er sich den Grundsätzen der herrschenden politischen Partei fügt.
Infolgedessen sind Männer und Frauen, die sich um ihres Gewissens willen geweigert haben, „Parteikarten” zu kaufen, schrecklich verfolgt worden. Für Jehovas Zeugen ist das Verhältnis zu Gott und Christus wichtiger als alles andere. Würden sie den Eindruck erwecken, sie gäben ihre bedingungslose Unterstützung einer politischen Einrichtung, so würden sie gegen die Lehre der Bibel verstoßen, dass alle menschlichen Regierungssysteme durch Gottes Duldung nur so lange bestehen, bis er sie durch das Königreich in den Händen Jesu Christi ersetzen wird. (Daniel 2 Vers 44 sowie Kapitel 7 Vers 13 und 14). Jehovas Zeugen haben Gott und Christus uneingeschränkte Treue gelobt. Jede Handlung, die das Gegenteil anzeigt, wäre daher ein Akt der Illoyalität. Durch eine solche Handlung würde man Gott und Christus das vorenthalten, was ihnen rechtmäßig zusteht, und würde somit das „wilde Tier” anbeten. " Zitat Ende.


Im ersten Jahrhundert fühlten sich die Juden durch die von Cäsar geforderte Steuer auch gezwungen, ihre Abhängigkeit von Rom anzuerkennen. Dennoch riet Jesus ihnen, die Steuer zu zahlen.

In Malawi gab es nur eine Partei, eine politische Macht, einen „Cäsar“, der seine Anerkennung forderte. Da Christen die Staatsmacht schon aus Prinzip achten müssen, wäre viel Leid nicht geschehen, hätte man den Kauf einfach als eine Form der von diesem Cäsar geforderten Abgabe „aufgefasst“ und schwerwiegendere Sachverhalte zum Anlass für die Neutralitätsfrage genommen.


Wie viel Vertrauen darf eine Organisation erwarten, die verlangt, sich - egal um welchen Preis - nach ihren „biblischen Ratschlägen“ auszurichten, die aber „durch göttliche Leitung“ zu „neuer Erkenntnis“ gelangt, wenn für sie selbst der Preis zu hoch wird?


Keine Kirchensteuer, weil Gott freiwilliges Geben wünscht?


Am 20. März 2000 unterzeichnete die italienische Regierung ein Konkordat mit den Zeugen Jehovas, das sie berechtigt, Menschen in der Armee, in Kliniken und Strafanstalten „geistige Unterstützung“ zu leisten, sowie an Schulen Religionsunterricht abzuhalten.

Ausserdem dürfen Sie Eheschließungen vornehmen, die vom Staat anerkannt werden, und sie erhalten einen Anteil an der Kirchensteuer.


Nach italienischem Recht gehen 0,8 % der Einkommensteuer eines Bürgers an die Religion, die er auf seiner Steuererklärung ankreuzt. Berücksichtigt werden nur Religionen, mit denen ein Konkordat besteht.
Quelle: CESNUR


Zunächst scheint die Freiwilligkeit des Gebens gewahrt, weil das Ankreuzen in der Steuererklärung jedem überlassen bleibt.

Allerdings geht bei Nichtankreuzen der „ungenutzte“ Betrag im Verhältnis der Gesamtentscheidung aller Steuerzahler an den Staat und die anderen Konkordatsreligionen (Katholische Kirche, Waldenser, Methodisten, Sieben-Tage-Adventisten, jüdische Gemeinden, Baptisten, Lutheraner, Buddhisten).

Und da die Wachturm-Gesellschaft lehrt, jede Unterstützung der falschen Religion sei Illoyalität Gott gegenüber, wird ein „loyaler“ Verkündiger durch diese Spendenform in eine Gewissenslage versetzt, die er nur durch Ausübung der Option zugunsten der Wachturm-Gesellschaft „korrekt“ lösen kann.

Sogar rationalere Zeugen Jehovas werden mit der Überlegung: „Besser die Wachturm-Gesellschaft als ein anderer“ geben, was sie sonst nicht gegeben hätten und so den Nutzen der Organisation mehren. Ist das Geben also wirklich freiwillig oder wird auch hier dem „spontanen Geben“ auf „feinere Weise“ Nachdruck“ verliehen?


Konkordate sind die übliche Form, Interessen zwischen Staat und Kirche zu regeln. Der Wachturm hat die Konkordate der Katholischen Kirche aber stets wegen ihrer politischen oder wirtschaftlichen Hintergründe verurteilt.

Politische Einrichtungen sind für die Wachturm-Gesellschaft ein Teil der gottfeindlichen Welt Satans. Wo es nicht erforderlich ist, sollten Christen jede Verbindung mit dem politischen System vermeiden. Erstaunlich, dass das „wilde Tier“ nun doch ein willkommener Partner geworden ist - als verlängerter Arm zum materiellen Nutzen.


Erwachet!, 22. Mai 1970, Seite 16 bis 19;

Zitat Anfang. „Die Kirchen haben von der Kanzel herab und in den Wandelgängen der Parlamentsgebäude laut beteuert, sie könnten nicht mehr so viele gute Werke tun, würden sie besteuert.
1929 unterzeichnete der Vatikan ein Konkordat mit dem faschistischen Diktator Mussolini.
Das Konkordat gewährte dem Vatikan Steuerbefreiung, und Mussolini anerkannte, dass sich diese Befreiung auch auf geschäftliche Unternehmungen des Vatikans beziehe. Wie könnten doch die Steuerlasten erleichtert werden, wenn diese Steuern bezahlt würden. " Zitat Ende.


Die Wachturm-Gesellschaft hat einen gewaltigen Besitz und ein riesiges Vermögen und tut logischerweise alles, um Steuern zu vermeiden.

Heute sind ihr dafür Mittel und Wege recht, die sie früher abgelehnt hat.

Sie hat die gleichen Ziele, benutzt die gleichen Begründungen und nimmt die gleichen Folgen für die Allgemeinheit der Steuerzahler in Kauf - verurteilt aber andere Religionen dafür.

Verschieden sind nur noch die Summen - noch.

Sie verspricht, als Körperschaft das Kirchensteuerprivileg nicht zu nutzen, und vielleicht tut sie das auch nicht sofort aber auf Dauer ist diese Beteuerung angesichts der wiederholt geänderten „unveränderbaren“ Glaubensauffassungen nicht mehr glaubwürdig.

Irgendwann wird sich auch dafür ein guter Grund finden, der den wahren Grund verschleiert.

In Italien ist der erste Schritt dahin schon getan.


Das intensive Streben um Anerkennung und Absicherung wirft einmal mehr die Frage auf, wie ernst es der Wachturm-Gesellschaft mit ihrer eigenen Lehre ist?

Zeigt ihr Handeln jenes „rückhaltlose Vertrauen in Jehova und seine Führung durch den heiligen Geist“, das sie anderen - umso mehr, je widriger die Umstände - stets nahe legt.


Die Prophezeiung Jesajas, Band 1, Seite 318;

Zitat Anfang. " Christen können heute daraus eine Lehre ziehen.
Israel suchte die sichtbare Unterstützung Ägyptens, statt mit der weit wirksameren Unterstützung Jehovas zu rechnen.
Christen könnten heute ebenfalls versucht sein, hinsichtlich Sicherheit auf menschliche Einrichtungen und dergleichen zu vertrauen - Bankkonten, gesellschaftliche Stellung, Verbindungen in der Welt - statt auf Jehova."
Zitat Ende.


Der Wachturm, 1. April 1997, Seite 13;

Zitat Anfang. "Selbst wenn mächtige Feinde damit drohen, Jehovas Diener zu vernichten, können sie Mut fassen, und zwar wegen der Haltung, die Jehova einnimmt ... : „Sie werden gewiss gegen dich kämpfen, aber sie werden nicht die Oberhand über dich gewinnen, denn ‚ich bin mit dir‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚um dich zu befreien.‘ “ (Jeremia 1 Vers 19; Psalm 33 Vers 18 und 19; Titus 1 Vers 2).
Bei einer anderen Gelegenheit drohte dem Volk Jehovas die Vernichtung durch die feindlichen Nationen Ammon, Moab und Seir (Edom) Jehova sagte: „Fürchtet euch nicht, noch erschreckt vor dieser großen Menge [Feinde]; denn nicht euer ist die Schlacht, sondern Gottes. ...
Ihr werdet hierbei nicht zu kämpfen haben. ...
bleibt stehen, und seht die Rettung Jehovas für euch.“ (2. Chronika 20 Vers 15 bis 23). " Zitat Ende.


Geld und Grundsätze


„Die Offenlegung von Finanzberichten würde in ungebührlicher Weise von der Guten Botschaft ablenken.“


Mit diesem Argument lehnt die Wachturm-Gesellschaft jede Auskunft über ihre Finanzen ab, und sagt damit sogar die Wahrheit.

Allerdings nicht die Wahrheit, die der Adressat gewöhnlich versteht und verstehen soll.

Wahr ist vielmehr, dass viele Zeugen Jehovas die Wachturm-Gesellschaft in einem anderen Licht sehen und ihren Idealismus und ihre Freigebigkeit überdenken würden, wären ihnen die Zusammenhänge bekannt.

Die Verschwiegenheit dient weniger der edlen Absicht, sich auf das Verkündigen der Guten Botschaft zu konzentrieren und Finanzielles als bloße Notwendigkeit zu behandeln. Was soll an einem korrekten Finanzbericht auch „ungebührlich ablenken“?

Vielmehr soll den Verkündigern verborgen bleiben, wie sich die Organisation mit zunehmender Größe auch dem Finanzgebaren der „falschen Religionen“ genähert hat.

Schon die wenigen, dank freier Quellen öffentlich zugänglichen Informationen genügen zum Beweis, dass die guten Gründe oft nicht die wahren Gründe sind und es eine Wahrheit hinter der Wahrheit gibt.


Sie zeigen auch, dass die Wachturm-Gesellschaft die Bedeutung des Faktors Information kennt und Information gezielt - wie es ihr dient - gibt oder verweigert.

Ein ungehinderter Informationszugang, der es jedem erlaubt, sich ein umfassendes eigenes Bild zu machen, wird gern als Recht und zum Indikator der Freiheit genommen, um mit dem Finger auf das bedrückende „böse System der Dinge“ zu zeigen.


Der Krieg von Harmagedon, 1897, Seite 23 bis 25,

Zitat Anfang. "Nach unserem Verständnis der Heiligen Schrift werden diese vereinten Mächte von Harmagedon für eine kurze Zeit triumphieren. Redefreiheit, Pressefreiheit und andere Freiheiten, die heute das Eigentum der Massen geworden sind, werden unter dem Vorwande, dass es notwendig sei wegen der Ehre Gottes und der Anordnungen der Kirche, unbarmherzig abgeschafft.
Dieses Sicherheitsventil wird aufgesetzt werden, so dass die Beunruhigung der Könige auf diese Weise aufhören wird, und alles wird ruhig scheinen, bis die große soziale Revolution, die in der Offenbarung als Erdbeben beschrieben wird, stattfinden wird. ... (Offenbarung 16:18, 19) " Zitat Ende.


... aber nur solange keine unangenehmen Fragen gestellt werden.

Wie glatt die Wachturm-Gesellschaft es auch begründet, tatsächlich handhabt sie Informationen nicht anders wie alle autoritären Mächte.

Sie wird sehr unangenehm, wenn ein Verkündiger beharrlich ist und sich mit der lapidaren Ablehnung nicht zufrieden gibt.


Besonders traurig ist, dass die „geistig gesinnten“ und „vorbildlichen“ Menschen in den verschiedenen Ebenen der Organisation - vor allem aber die, die selbst direkt an diesen Themen arbeiten - nicht mehr wahrnehmen, wie weit sich die Realität der Organisation vom eigenen Anspruch und ethischen Werten entfernt hat.

Bereitwillig machen sie sich zum Sprachrohr jedes beliebigen „neuen Lichts“ nach dem Prinzip: „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe“ - offenbar dem gleichen Mechanismus erlegen, über den der Autor Steven Hassan sagt:


Heute verblüfft es mich, wie ich manipuliert wurde und wie ich andere «im Namen Gottes» manipulierte.

Ich sehe außerdem sehr deutlich, wie ich mit jeder Stufe, die ich in der Hierarchie aufrückte, immer korrupter wurde: Mun formte uns nach seinem Ebenbild um. Einmal erzählte er uns Führern sogar, dass jeder von uns, wenn wir der Sache treu blieben und unsere Mission gut erfüllten, eines Tages Präsident eines eigenen Landes sein würden.
Quelle: Ausbruch aus dem Bann der Sekten, Seite 45;


„Die Wege, auf denen man Geld gewinnen kann, führen fast ausnahmslos abwärts.“


Die Zeitschrift Erwachet

gab in ihrer Ausgabe vom 8. Juli 1964 auf den Seiten 19 bis 22

folgende Punkte zu bedenken, mit denen dieser Artikel schließen möchte:

Das Konkordat zwischen der Hitlerregierung und dem Vatikan hatte große Ähnlichkeit mit dem Konkordat, das der Heilige Stuhl (1929) mit Mussolini abgeschlossen hatte, und es sicherte der katholischen Kirche in Deutschland viele Vorteile. Es gewährleistete vor allem die Freiheit des Bekenntnisses und der öffentlichen Ausübung der katholischen Religion. (Artikel 1).
Es garantierte dem Heiligen Stuhl in seinem Verkehr und seiner Korrespondenz mit seinen Bischöfen, dem Klerus und den übrigen Angehörigen der katholischen Kirche in Deutschland volle Freiheit. Dasselbe galt für die Bischöfe und sonstigen Diözesanbehörden für ihren Verkehr mit den Gläubigen.

(Artikel 4).
Es garantierte auch den Geistlichen in Ausübung ihrer geistlichen Tätigkeit den gleichen Schutz des Staates, den die Staatsbeamten genossen

(Artikel 5),

und verbot das Tragen geistlicher Kleidung durch Unbefugte.

(Artikel 10).
Es gewährleistete die gesetzliche Anerkennung der verschiedenen katholischen Organisationen und sicherte die Eigentumsrechte der Kirche.

(Artikel 13, 17).
Ferner heißt es darin: „Die katholisch-theologischen Fakultäten an den staatlichen Hochschulen bleiben erhalten“, und „Der katholische Religionsunterricht in Volksschulen, Berufsschulen, Mittelschulen und höheren Lehranstalten ist ordentliches Lehrfach und wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der katholischen Kirche erteilt.“

(Artikel 19, 21).
Der katholischen Kirche wurde auch das Recht der Beibehaltung und Neueinrichtung katholischer Bekenntnisschulen gewährleistet, auch durften ihre Orden Privatschulen gründen und führen. (Artikel 23, 25).
Ferner hieß es darin: „In Krankenhäusern, Strafanstalten und sonstigen Häusern der öffentlichen Hand wird die Kirche im Rahmen der allgemeinen Hausordnung zur Vornahme seelsorgerlicher Besuche und gottesdienstlicher Handlungen zugelassen.“


(Artikel 28.)
Die katholische Kirche gewann durch dieses Konkordat viele Vorteile; ja zwei Drittel der 34 Artikel waren zu ihren Gunsten oder enthielten mindestens keine Einschränkungen für sie. Zu diesem Erfolg konnten sich der Vatikan und die katholische Kirche in Deutschland mit Recht beglückwünschen.


Ein Konkordat wie das erwähnte kann man als eine Vernunftheirat bezeichnen. Jede Partei schaut auf ihre Vorteile und sucht soviel als möglich zu erlangen, während sie nur das gibt, was sie geben muss. Aus den verschiedenen Artikeln geht hervor, dass die katholische Kirche bereit war um materieller Vorteile willen viel von ihrer Freiheit zu opfern. Einerseits sollte sich die Kirche von der oppositionellen Politik völlig fernhalten, andererseits hatte der Staat das Recht, auf vielen Gebieten der kirchlichen Tätigkeit sein Veto einzulegen, und verlangte von der Kirche, dass sie das nazistische Gedankengut verbreite.
Die katholische Kirche ... machte sich dadurch zu einem Freund der Welt und stellte sich gleichzeitig als ein Feind Gottes dar. (Jakobus 4 Vers 4)

Auf sie haben die tadelnden Worte Anwendung: „Siehst du einen Dieb so hältst du zu ihm, und mit Ehebrechern hast du Gemeinschaft.“ - Psalm 50 Vers 18 nach der Zürcher-Bibel.

Kommentare:

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  2. Hier werden Tatsachen entstellt! Warum diese lügnerische Probaganda? Was soll siese Verleumdung, die WT- Gesellschaft wäre an der Rüstungsindustrie bis zu 50% beteiligt? Wäre das so, wäre diese rel. Gemeinschaft nicht gemeinnützig und hätte auch keinen Körperschaftsstatus!Allein an diesen Tatsachen lassen sich Ihre Falschdarstellungen erkennen!

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  3. Hier die Tatsachen:
    Wofür wird das Geld verwendet?
    Die Watch Tower Society gibt biblische Literatur in über 230 Sprachen heraus sowie in Brailleschrift für Blinde, und für Gehörlose werden Videos in Zeichensprache hergestellt. Für jede Sprache sind Teams von Übersetzern und Korrektoren erforderlich. Allein der Gedanke an die ganze Arbeit — besonders in Verbindung mit der Zeitschrift Der Wachtturm, der jeden Monat in 121 Sprachen herausgegeben wird, davon in 101 Sprachen simultan — übersteigt das Vorstellungsvermögen. Doch es ist notwendig, damit Menschen auf der ganzen Erde dieselben Informationen erhalten und lesen können. Jedes Jahr steigen die Kosten für Papier und andere Materialien zur Herstellung der Druckschriften sowie der Tonband- und Videoaufzeichnungen, die die Königreichsbotschaft enthalten. Die Kosten müssen aus den Spenden der Brüder bestritten werden.
    Die Gebiete, in denen das Predigt- und Lehrwerk weltweit durchgeführt wird, werden von über 75 000 Versammlungen der Zeugen Jehovas bearbeitet. Jede Versammlung wird ungefähr zweimal im Jahr von geschulten reisenden Aufsehern besucht, um die Einheit zu fördern und jeden einzelnen zu ermuntern. Kongresse spielen bei der Unterweisung ebenfalls eine wichtige Rolle. Für diese glaubensstärkenden Kongresse müssen große Anlagen gemietet werden. Auch dafür werden unsere Spenden verwendet.
    Kongresse werden im allgemeinen zwar nur dreimal im Jahr durchgeführt, doch die Ortsversammlungen haben wöchentlich fünf Zusammenkünfte. (Vergleiche 2. Mose 34:23, 24.) Der Zustrom von Neuen, die auf die gute Botschaft hören, bedeutet, daß jedes Jahr Tausende von neuen Versammlungen hinzukommen. Mit der Hilfe von Beträgen in Millionenhöhe, die die Gesellschaft zur Verfügung stellt, werden jedes Jahr Hunderte von neuen Königreichssälen gebaut, und viele weitere werden renoviert oder vergrößert. Auch dieser Bedarf steigt ständig.
    Ein Gebiet, in dem es ein noch nie dagewesenes Wachstum gibt, sind die Staaten in Osteuropa, die von der früheren Sowjetunion abhängig waren. Wie groß war die Freude, als bekannt wurde, daß das Werk in einem Land nach dem anderen frei wurde! Jetzt werden Missionare in viele dieser Länder geschickt. In einigen Ländern sind neue Zweigbüros eingerichtet worden, so daß die Zahl der Diener Gottes, die als freiwillige Mitarbeiter die weltweite Bethelfamilie bilden, auf über 15 000 gestiegen ist. Um sie unterzubringen, müssen natürlich Zweiggebäude gekauft oder gebaut werden. Unsere Spenden tragen dazu bei, diesem Bedürfnis abzuhelfen.
    All das ist von Satan und seinen Dämonen nicht unbemerkt geblieben. Sie tun alles, was sie können, um die Bemühungen der treuen Diener Jehovas zu hintertreiben oder ihnen Probleme zu bereiten (Offenbarung 12:17). Dadurch werden immer mehr Gerichtsverfahren nötig — zum Schutz des Rechts von Gottes Volk, zu predigen und in Übereinstimmung mit Gottes gerechten Gesetzen zu leben. Darüber hinaus besteht wegen der Verheerungen durch die in Satans System der Dinge geführten Kriege sowie auf Grund von Naturkatastrophen oft ein Bedarf an Hilfsgütern für unsere notleidenden Brüder und Schwestern sowie andere, die bei ihnen sind. Diese lebenswichtige Hilfe wird dadurch geleistet, daß in allen Ländern, in denen es möglich ist, dafür gespendet wird.

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  4. Hier nur Ein Beispiel für humanitäre Hilfe, die hundertfach geleistet wird:


    20. OKTOBER 2015
    GHANA
    Jehovas Zeugen nach Überschwemmung in Ghana sofort zur Stelle

    ACCRA (Ghana): Ende August 2015 konnten Jehovas Zeugen ihren Hilfseinsatz in Accra, der Hauptstadt von Ghana, abschließen. Dort hatten schwere Überschwemmungen enorme Schäden angerichtet; mehr als 200 Menschen kamen dabei um.

    Drei Zeugen Jehovas zeigen, wie hoch das Wasser bei dem Haus eines Glaubensbruders stand

    Unter den Todesopfern waren keine Zeugen Jehovas, doch etwa 250 von ihnen mussten wegen der Überschwemmungen ihr Zuhause verlassen. Am 4. Juni 2015, dem Tag nach Einsetzen des Hochwassers, organisierte das Zweigbüro von Jehovas Zeugen in Ghana ein Katastrophenhilfskomitee. Es stellte vor allem die Grundversorgung der Betroffenen sicher, indem es für Decken, Kleidung und Wasser sorgte. In Mitleidenschaft gezogene Häuser wurden gesäubert und repariert. Außerdem waren Zeugen Jehovas im Großraum Accra bereit, Glaubensbrüder vorübergehend bei sich zu Hause aufzunehmen.

    Der Vorsitzende des Katastrophenhilfskomitees Dossou Amevor (ganz links) beaufsichtigt die Verteilung von Matratzen am Königreichssaal in Atiman, einem Vorort von Madina (Accra) (Bild leider nicht verfügbar)

    An einer Tankstelle im Stadtteil Adabraka kam es durch das Hochwasser zu einer Explosion, wodurch Wasserrohre beschädigt und die ganze Gegend von der Wasserversorgung abgeschnitten wurde. Das Zweigbüro stellte in dem Königreichssaal (Gotteshaus) von Adabraka einen Wassertank für die Zeugen Jehovas vor Ort sowie ihre Nachbarn zur Verfügung.

    Am Samstag, dem 6. Juni, schickte das Zweigbüro zwei Teams aus insgesamt vier Ärzten, einer Ärztin und zwei Krankenschwestern nach Alajo und Adabraka. Dort behandelten sie Glaubensbrüder und andere Flutopfer unter anderem wegen Durchfall, Malaria und Atemwegsinfektionen. Vertreter des Zweigbüros und andere Zeugen Jehovas der örtlichen Gemeinden besuchten ihre Glaubensbrüder, um ihnen emotionellen und seelsorgerischen Beistand zu leisten.

    Zwei Krankenschwestern, zwei Ärzte und eine Ärztin (alle Zeugen Jehovas) in einem Königreichssaal in Adabraka, der für Behandlungszwecke genutzt wurde

    Nathaniel Gbedemah, Sprecher von Jehovas Zeugen in Ghana, erklärt: „Wir sind zutiefst betroffen, welchen Schaden die Überschwemmungen in Accra verursacht haben und wie viele Menschen dabei ums Leben gekommen sind. So wie Jehovas Zeugen in solchen Krisensituationen den Betroffenen in anderen Teilen der Welt beigestanden haben, tun auch wir alles, um ihnen in praktischer und emotioneller Hinsicht zu helfen und ihnen Trost aus der Bibel zu geben.“

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  6. Hallo Liebe Freunde,
    Ich mache eine Beobachtung, viele Menschen brauchen Geld, um alle möglichen Dinge zu finanzieren oder Schulden haben, in der Tat fast jeder mehr realistisch sein. Ich biete zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung in der Bank Kredit-Kredit (Einzelpersonen, Unternehmen wie Verbände) in Schwierigkeiten oder helfen, einige ihrer finanziellen Probleme zu beheben oder ein Unternehmen gründen wollen. Klar, ich bin eine Person, die einen Kredit von 2000 € bis 7.000.000 € gab. Also zögern Sie nicht, mich per E-mail zu kontaktieren, wenn Sie für weitere Informationen interessiert sind. Hier ist meine Adresse: cassandrabazarov@gmail.com. Kontaktieren Sie mich für Zufriedenheit bei Ihren Problemen zu finden.
    Danke

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